Gegen Staus : Höhenkontrolle bekommt Frühwarnung

Die Lichtschranke befindet sich vier Meter über der Fahrbahn (rote Linien). Autofahrer merken von den unsichtbaren Strahlen nichts.
Die Lichtschranke befindet sich vier Meter über der Fahrbahn (rote Linien). Autofahrer merken von den unsichtbaren Strahlen nichts.

Südlich des Rendsburger Kanaltunnels sollen zusätzliche Messstationen und Warnanzeigen installiert werden, hat Landrat Rolf-Oliver Schwemer ankündigt.

shz.de von
24. Januar 2018, 15:55 Uhr

Die umstrittene Höhenkontrolle am Rendsburger Kanaltunnel wird entschärft. Die Anlage, die im vergangenen Jahr 244 Mal wegen zu hoher Lastwagen auslöste und zu langen Staus in beiden Richtungen führte, wird um ein Frühwarnsystem ergänzt. Es soll zunächst nur auf der Südseite des Straßentunnels installiert werden. Wann, steht noch nicht fest. Anzeigetafeln an der B 202 (aus Richtung Kiel kommend) und an der B 77 (aus Jevenstedt kommend) sollen Höhensündern signalisieren, dass ihr Fahrzeug die erlaubten vier Meter überschreitet. Die Höhenkontrolle wird ab 4,20 Meter ausgelöst.

Die Änderung am bestehenden System wurde von einer Arbeitsgruppe beschlossen, die am Mittwochnachmittag im Kreishaus tagte. Ihr gehören neben Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer Vertreter der für den Tunnel zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung und des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr an. Durch die zusätzlichen Messstationen weit vor dem Tunnel sollen die Fahrer zu hoher Lastwagen und Sattelschlepper die Chance bekommen, rechtzeitig von der Bundesstraße 77 abzufahren, ohne den Verkehr zu blockieren. Das ist bisher nur bedingt möglich. Vor allem südlich des Tunnels stecken sie bei ausgelöster Höhenkontrolle förmlich in einer Sackgasse.

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