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Lesung hoch drei : Hochspannung für guten Zweck

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Rund 100 Zuhörer kamen zur Lesung mit gleich drei Krimi-Autorinnen ins sh:z-Druckzentrum. Der Erlös geht an die Opferschutzorganisation Weißer Ring.

Drei sympathische norddeutsche Autorinnen, drei spannende Kriminalfälle mit Lokalkolorit und Unterstützung für den Weißen Ring, die Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer: Über 120 Krimi-Fans kamen am Donnerstagabend zu einer Lesung ins Foyer des sh:z-Druckzentrums in Büdelsdorf. Eingeladen hatte die Landeszeitung. Redaktionsleiter Dirk Jennert freute sich über die vielen Gäste. „Ich bin sehr froh darüber, wie viele Menschen uns hierher, in unser Herz sozusagen, gefolgt sind“, sagte er zur Begrüßung. Als die Autorinnen vor einem halben Jahr mit der Idee an die Landeszeitung herantraten, solch eine Lesung auszurichten, habe er sofort zugesagt. Jennert dankte Angelika Svensson, Eva Almstädt und Heike Denzau, die für den guten Zweck auf jegliches Honorar und Spesen verzichteten.

Auch der Landesvorsitzende des Weißen Rings und frühere schleswig-holsteinische Justizminister Uwe Döring zeigte sich dankbar. „Sie unterstützen damit auch unsere Arbeit“, merkte er an. Es sei nicht nur das schreckliche Erlebnis, der Überfall, die Gewalttat oder der Einbruch, die bleibe. Das Schlimmste für die Opfer sei meist die Angst. „Wir als Weißer Ring versuchen zu helfen, zu beraten und aufzuzeigen, dass es einen Weg gibt für das Leben danach.“

LZ-Redakteurin Sabine Sopha stellte die Autorinnen kurz vor. Dann wurde gelesen. Eva Almstädt, die in Bargteheide lebt und 2002 ihren ersten Kriminalroman schrieb, trug Abschnitte aus „Ostseejagd“ vor. Es ist der zwölfte Fall der Kriminalkommissarin Pia Korittki aus Lübeck. Eine unerfahrene Jägerin stolpert im Wald abseits des Weges über ein menschliches Skelett. Pia Korittki, als erste zur Stelle, übernimmt den Fall. Als sie abends im Schein ihrer Handylampe nach weiteren Spuren sucht, wird sie mit einem Messer angegriffen. Heike Denzau, 1963 in Itzehoe geboren, schreibt seit acht Jahren Kurzgeschichten verschiedener Genres und Kriminalromane. Sie rezitierte aus „Dunkle Marsch“. Der fünfte Fall ihrer Oberkommissarin Lyn Harms führt in die dunkle Zeit des Zweiten Weltkrieges. Als Lyn Harms eine Charity-Veranstaltung auf Gut Wenckenberg besucht, ahnt sie nicht, dass sich hier kurz darauf ein Mord ereignen wird. Der einflussreiche Wenckenberg-Clan hat einiges zu verheimlichen.

Und schließlich Angelika Svensson: Die Autorin wurde 1954 in Hamburg geboren, lebt in Schleswig-Holstein und arbeitet beim NDR. Sie bot Kostproben aus ihrem Buch „Wassersarg“, der dritte Fall ihrer Ermittlerin Lisa Sanders. An einem klirrend kalten Februartag wird am Nord-Ostsee-Kanal die Leiche eines Mannes gefunden. Es ist der Sexualstraftäter Carsten Hunold, der gerade 17 Jahre Haft abgesessen hatte. Kommissarin Sanders und Staatsanwalt von Fehrbach ermitteln auf Hochtouren.

Die Zuhörer lauschten gespannt, schmunzelten über lustige Begebenheiten, belohnten jeden Vortrag mit Applaus und ließen sich ihre erworbenen Bücher von den Autorinnen signieren. So wie Angelique Sauerbrey aus Büdelsdorf. Sie sei der absolute Krimi-Fan, verriet sie, und schreibe auch Rezensionen. „Mir gefällt die Lesung super gut“, schwärmte sie. „Ein tolle Aktion auch für den Weißen Ring. Da spende ich gerne.“

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erstellt am 03.Jun.2017 | 09:00 Uhr

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