zur Navigation springen
Landeszeitung

16. Dezember 2017 | 03:15 Uhr

Reitsport : Hochbetrieb an drei Tagen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Beim Turnier des Reit- und Fahrvereins Hohenwestedt liegt der Fokus auf dem Nachwuchs.

125 Jahre besteht der Park Wilhelmshöhe in Hohenwestedt nun schon. Seit Jahren ist er Heimat des großen Reitturniers des ansässigen Reit- und Fahrvereins. Passend zu diesem Jubiläum präsentierten die Organisatoren einmal mehr drei Tage lang Reitsport vom Feinsten. Zugleich blieben sie ihrer Philosophie treu und legten den Fokus einmal mehr auf den Nachwuchs.

Dass der RuFV Hohenwestedt und Umgebung der Jugend eine Chance gibt, hat sich herumgesprochen. 750 Pferde aus ganz Schleswig-Holstein und insgesamt 1200 Nennungen sorgten für Hochbetrieb an allen drei Turniertagen. „Turniere für junge Reiter werden allgemein immer weniger“, erklärte die 1. Vorsitzende des RuFV Hohenwestedt, Margrit Lucht. „Da werden wir als mitten in Schleswig-Holstein gelegenes Turnier für kleine Reiter immer beliebter.“ Obwohl der Veranstaltungstermin diesmal in den Sommerferien lag, gab es gegenüber den Vorjahren kaum weniger Nennungen.

Der Park Wilhelmshöhe hatte in diesem Jahr bei bestem Sommerwetter einen besonders geschätzten Standortvorteil zu bieten. „Die Parkplätze sind so schön schattig“, freute sich Dressurprüfungssiegerin Aleen Ellefsen mit Blick auf das, was die Gemeinde nur einmal im Jahr den Reitern gestattet: Parken mitten im Park. Auch die übrigen Rahmenbedingungen auf der Wilhelmshöhe seien optimal, stellte Lucht fest: „Wir haben ein schönes zusammenhängendes Gelände, wo wir sowohl für unsere Dressur- als auch für unsere Springprüfungen hinreichend Platz haben.“

Einer der sportlichen Höhepunkte der dreitägigen Veranstaltung war ein Mannschafts-Stilspringen mit acht Teams. Den Sieg in dieser Prüfung holte sich das „Team Tiger“ aus Oeschebüttel mit 22,9 Punkten vor „Magens Mädels“ (Breitenburg) mit 22,1 Punkten. Der „1.FC Fleur“ vom gastgebenden Reit- und Fahrverein Hohenwestedt (21,9 Punkte) sicherte sich Rang drei ganz knapp vor dem „Team Nortorf“ (21,8 Punkte) und den „Vier Engeln für Sassi“ vom Reitverein Aukrug (20,1 Punkte). Die Hindernisse beim Mannschaftsspringen waren nicht allzu bedrohlich, denn es handelte sich um einen Wettbewerb der Einsteigerklasse E. „Wir haben uns stets dagegen gewehrt, große M- oder S-Springen in unser Programm aufzunehmen, denn bei uns soll die Jugendförderung absolut im Vordergrund stehen“, sagte Lucht.

Zum Konzept des Reitturniers auf der Wilhelmshöhe passte auch, dass es beim Mannschaftsspringen weniger auf die Zeit, sondern vielmehr auf stilistisch einwandfreies Reiten ankam. „Das Augenmerk liegt auf dem Reiter“, erläuterte Lucht. „Benotet wird bei uns die Qualität des Reitens.“ Ein Weg, der ankommt. „Das ist mal eine feine Idee der Veranstalter“, lobte Turniersprecher Thorsten Schmitz. „Es muss ja bei einem Mannschaftsspringen nicht immer nach Fehlern und Zeit gehen, man kann das auch in dieser Form als Stilspringen gestalten.“

Nicht nur räumlich, auch personell kann der RuFV Hohenwestedt aus dem Vollen schöpfen: „Wir hatten 80 Helfer im Einsatz, die sich wie jedes Jahr von ganz allein melden und ihre Unterstützung anbieten.“ Reichlich Unterstützung gibt es auch von der regionalen Wirtschaft. Für den Reitparcours gibt es seit dem vergangenen Jahr Sponsoren, die jeweils die komplette Finanzierung eines Hindernisses übernommen haben.

Die hohen Temperaturen schreckten die Zuschauer nicht. Die Resonanz bewertete Margrit Lucht als sehr zufriedenstellend: „Trotz des heißen Sommerwetters war an allen Turniertagen unheimlich viel los.“

Ergebnisse unter: www.rufv-hohenwestedt.de

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen