Christkirche Rendsburg : Hitze verzögert Spielplatz-Eröffnung

Die Spielgeräte stehen. Mädchen und Jungen könnten sofort darauf spielen, aber der Platz ist eingezäunt. Ein Schild warnt: „Betreten der Baustelle verboten. Eltern haften für ihre Kinder.“
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Die Spielgeräte stehen. Mädchen und Jungen könnten sofort darauf spielen, aber der Platz ist eingezäunt. Ein Schild warnt: „Betreten der Baustelle verboten. Eltern haften für ihre Kinder.“

Der Rasen auf der Fläche an der Christkirche wächst wegen der Trockenheit nicht an. Das Areal war wegen einer Bombensuche 2017 geräumt worden. Wann das Gelände wieder freigegeben wird, ist noch nicht bekannt.

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08. August 2018, 17:48 Uhr

Rendsburg | Die lange Hitzeperiode lähmt immer mehr Bereiche des Lebens. Nicht nur Menschen ermatten. Auch die Fische in Nord-Ostsee-Kanal und Eider werden träger, sodass sie seltener nach Angelködern schnappen (die Landeszeitung berichtete). Nun bremst die Trockenheit sogar die Wiedereröffnung des Kinderspielplatzes an der Christkirche. Grund: Die Rasensaat auf dem Gelände ist noch nicht überall aufgegangen.

Wie berichtet, ließ die Verwaltung den städtischen Spielplatz an der Ecke Kirchenstraße/Königinstraße im Oktober räumen. Die Geräte wurden abgebaut, Sträucher gerodet. Anlass: Ein ehemaliger Bewohner der Löwenstraße hatte sich 2014 bei der Stadtverwaltung gemeldet. Seiner Erinnerung nach schlug im Zweiten Weltkrieg eine Fliegerbombe neben der Christkirche ein, ohne zu explodieren. Sie soll niedergegangen sein, wo sich heute der Spielplatz befindet.

Die Verwaltung informierte den Kampfmittelräumdienst, der auf Luftbildern zunächst keinen Hinweis auf einen Blindgänger entdeckte. Nachdem die Behörde später Zugang zu weiteren Aufnahmen erhalten hatte, rückte im November ein vierköpfiges Team des Kampfmittelräumdienstes aus Kiel an. Es suchte den zirka 1500 Quadratmeter großen Platz mit Sonden ab, die auf Magnetismus reagieren. Etwa drei Wochen später kam ein Bagger zum Einsatz. Nach Auswertung der Daten folgte eine Entwarnung: Ein Blindgänger wurde nicht gefunden, dafür ein Bunker.

Über den Winter lagerte die Verwaltung die Spielgeräte ein und ließ sie reparieren. Inzwischen stehen sie wieder. Wie Thomas Siegel, Leiter des Fachdienstes Hochbau der Stadt Rendsburg, auf Anfrage mitteilte, schaffte die Verwaltung einen Teil der Ausstattung neu an: einen Zaun und drei Tische mit Sitzbänken, die auf einer neu gepflasterten Fläche stehen. Unter den Spielgeräten liegt neuer Rindenmulch als Fallschutz. „Einzig der neu ausgesäte Rasen muss noch anwachsen und halbwegs stabile Wurzeln ausbilden.“ Durch die Trockenheit wuchsen nur dünne Halme. Der Rasen müsse nachgesät und ausreichend bewässert werden. Erst wenn die Fläche durchgehend bewachsen ist, kann der Spielplatz eröffnet werden. Der Termin hängt von der Witterung ab und steht noch nicht fest.

Die Verwaltung zahlte für den Abbau, den Kampfmittelräumdienst, den Wiederaufbau und die neuen Geräte insgesamt 32 100 Euro.

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