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Landeszeitung

11. Dezember 2017 | 05:36 Uhr

Hitze lässt den Absatz sprudeln

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Allein im Juli füllte die Wittenseer Quelle 1,3 Millionen Flaschen Mineralwasser und Limonade mehr ab / Im Lager wird das Leergut knapp

von
erstellt am 08.Aug.2014 | 12:19 Uhr

Rund 40 Millionen Flaschen laufen bei der Wittenseer Quelle Jahr für Jahr über die Fließbänder der beiden vollautomatischen Füllstraßen für Glas- und PET-Flaschen. Sie bilden das Herz der Produktion. Besonders in den Sommermonaten haben die 40 Mitarbeiter gut zu tun, um der steigenden Nachfrage an Erfrischung nachzukommen. „Allein im Juli hatten wir 4,3 Millionen Abfüllungen“, sagt Achim Strutz, in anderen Monaten seien es so um die drei Millionen. „Steigen die Temperaturen um sechs Grad über den üblichen Werten“, so Strutz, „erhöht sich der Absatz an Mineralwasser und Limonaden um etwa 20 Prozent.“ Auch am Sonnabend wird daher jetzt gearbeitet.

Achim Strutz ist seit April Geschäftsführer der Wittenseer Quelle. Sechs Jahre lang war er Prokurist des Groß Wittenseer Unternehmens. Nach dem Tod von Hans-Werner Grützmacher im November vergangenen Jahren übernahm er gemeinsam mit Sabine Blunck die Geschäftsführung.

Etwa 20 verschiedene Sorten werden bei der Wittenseer Quelle in Glas- und PET-Flaschen abgefüllt. Außerdem füllt das 1896 gegründete Familienunternehmen die Flaschen für Jacobus und St. Michaelis. Für die Mineralwässer der Wittenseer Quelle hat das Unternehmen seit kurzem ein neues Image entwickeln lassen. „Sturm, Böe und Flaute“ heißen die drei Sorten. „Das passt einfach zu uns und in die Region“, betont Strutz. Das Vorgänger-Etikett mit dem großen „W“ ist damit passé. In Kürze wird noch ein viertes Wasser auf den Markt kommen: „Still“, in dem ganz auf Kohlensäure verzichtet wird.

Nach neuen Geschmacksrichtungen wird im Unternehmen immer gesucht. Schon sehr gut werde „Pink Grapefruit“ angenommen, im September solle eine weitere Limonade angeboten werden. „Eine klassisch-norddeutsche Limonade“, kündigt der Geschäftsführer an. Um den Geschmack der Menschen zu treffen, werden die Mitarbeiter der Wittenseer Quelle regelmäßig zum Vorkosten einberufen. Sie probieren und beurteilen, ob eine Brause mundet oder ob sie doch etwas saurer, herber oder süßer sein könnte.

„Rund 700 000 Euro haben wir im vergangenen Jahr in die Modernisierung und Optimierung der Anlagen gesteckt“, sagt Strutz. Eine der neusten Errungenschaften ist der Laserinspektor, der alle Glasflaschen auf Fehler durchleuchtet und gegebenenfalls aussortiert. Das Leergut wird mit einer Natronlauge bei Temperaturen um 75 Grad gesäubert und durchläuft anschließend noch mehrere Reinigungsbäder. 15 Minuten dauert diese Prozedur. Dann werden die Flaschen befüllt, etikettiert, verschraubt und verpackt. „Eine Flasche kann bis zu 50 mal befüllt werden, bevor sie im Altglas landet“, sagt Strutz.

Aber auch beim Inhalt wird akribisch auf Qualität geachtet. Die Füllmeister Ralf Schreier und Jörg Tausendfreund probieren vor jeder Abfüllung, und im Labor analysiert Frauke Krambeck die entnommenen Proben. „Sie riecht und schmeckt, was andere nicht riechen und schmecken“, lobt Strutz ihre sensiblen Nerven. Und sonst helfen Frauke Krambeck die Laborgeräte, um etwaige Einträge aufzuspüren.

Das Wasser entspringt aus rund 80 Metern Tiefe aus der Wittenseer und der Quartusquelle. „Das Wasser wird lediglich enteist“, sagt Achim Strutz – aber auf natürliche Weise. Während das Wasser durch eine Sedimentschicht fließt, wird Luft hindurch geblasen, wodurch das Eisen herausoxidiert.

Auch wenn sich auf dem Hof und in den Hallen die Kisten meterhoch stapeln, komme es gerade im Sommer zu Engpässen beim Leergut. „Gerade im Urlaub dauert es, bis die Menschen die Kisten wieder wegbringen“, sagt Strutz, der daher alle Wittenseer-Genießer um zügige Rückgabe bittet, damit wieder volle Kisten in die Märkte kommen.

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