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„Historischer Tag“: Bis zum Abitur in Büdelsdorf

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

An der Heinrich-Heine-Schule wurde die gymnasiale Oberstufe eingeweiht.

In Anwesenheit von Bildungsministerin Waltraud Wende wurde gestern in der Aula der Heinrich-Heine-Schule das Startsignal für die gymnasiale Oberstufe gegeben. „Das ist ein historischer Tag für Büdelsdorf“, sagte Bürgermeister Jürgen Hein gestern Morgen zum Start der Sekundarstufe II an der Heinrich-Heine-Schule. Denn erstmals können Jugendliche an einer Büdelsdorfer Schule ihr Abitur oder die Fachhochschulreife erlangen. Im Mai vergangenen Jahres hatte das Bildungsministerium der Gemeinschaftsschule die Genehmigung erteilt, eine gymnasiale Oberstufe einzurichten. An Ministerin Wende gewandt betonte Hein: „Ihre Stärke ist unser Glück.“

Seit der Zusammenlegung der Bertold-Brecht-Realschule und der Klaus-Groth-Hauptschule zur Heinrich-Heine-Schule im Jahr 2007 sei man in Büdelsdorf in allen Fraktionen vom Konzept der Gesamtschule überzeugt und habe den Weg weiter verfolgt. Der Ansatz sei gewesen, mehr Schüler zum Abitur zu bringen. Jetzt sei die gelebte Kooperation und die Vernetzung aller Schulen in der Region gefordert, um den Schülern den bestmöglichen Abschluss zu ermöglichen. Eine Region mit guten Bildungseinrichtungen werde junge Familien anziehen und so auch der Wirtschaft helfen, dem Fachkräftemangel zu begegnen. Hein betonte, dass die Heinrich-Heine-Schule keine Konkurrenz zu den bestehenden Gymnasien sei. „Aber das muss sich noch durchsetzen“, sagte er mit Blick auf kritische Stimmen aus Rendsburg.

„Sie haben viele Jahre hart und mit großem Engagement für ihr Ziel gekämpft“, bescheinigte Ministerin Wende den Büdelsdorfer Kommunalpolitikern. Es sei richtig, mehr jungen Menschen zu höheren Bildungsabschlüssen zu bringen. Sie wies darauf hin, dass in Schleswig-Holstein 15 neue gymnasiale Oberstufen bewilligt worden sind. Die Entwicklung an der Heinrich-Heine-Schule bezeichnete die Ministerin als positiv. 60 Schüler starteten gestern in die Oberstufe, 50 davon aus der eigenen Schule. Für sie wurden zwei Mobilklassen („Container sagt man nicht“), ein Lernbüro und ein Naturwissenschaftsraum aufgebaut. Von einem „besonderen Tag in der Stadtgeschichte“ sprach Schulleiterin Silke Cleve. „Sie können jetzt die Fachhochschulreife oder das Abitur machen, ohne die Schule zu wechseln“, sagte sie zu den 60 neuen Oberstufenschülern. Gegenüber der Landeszeitung betonte Cleve, dass es nur wenige Anfragen von bisherigen Schülern der Rendsburger Gymnasien gegeben habe. „Nicht einmal eine Handvoll.“ Es gebe keine Konkurrenz.

Wer gestern in die gymnasiale Oberstufe startete, wird sein Abitur noch am Schulstandort in der Akazienstraße machen. Denn der Neubau der Heinrich-Heine-Schule in der Neuen Dorfstraße (wir berichteten) wird erst zum Schuljahresstart 2017 fertig sein. Das 20-Millionen-Projekt wurde international ausgeschrieben. Heute ist laut Projektleiter Rainer Hinrichs Antragsschluss für interessierte Bieter, die den Bau errichten wollen. Mehr als 20 hätten die Unterlagen dafür direkt von der Internetseite der Stadt angefordert. Und er verriet: „Alle großen regionalen Player sind dabei.“

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erstellt am 25.Aug.2014 | 12:09 Uhr

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