Kostenlose Behandlung : Hilfe für Schwangere in Geldnot

Freuen sich über die Spende: Achim Diestelkamp (3. von links) und Doris Neumann (rechts) von der „Praxis ohne Grenzen“. Die Vorstandsmitglieder der „Bürgerstiftung Region Rendsburg“, Birgitt Brüger (links) und Markus Stöterau (2. von links), sowie Ulrich Kaminski (Diakonie) informierten sich gestern vor Ort über die Arbeit der Ehrenamtlichen.
Freuen sich über die Spende: Achim Diestelkamp (3. von links) und Doris Neumann (rechts) von der „Praxis ohne Grenzen“. Die Vorstandsmitglieder der „Bürgerstiftung Region Rendsburg“, Birgitt Brüger (links) und Markus Stöterau (2. von links), sowie Ulrich Kaminski (Diakonie) informierten sich gestern vor Ort über die Arbeit der Ehrenamtlichen.

Die Bürgerstiftung spendet 9000 Euro für ein Projekt der Rendsburger „Praxis ohne Grenzen“. Zielgruppe sind Frauen ohne Krankenversicherung.

shz.de von
05. Juli 2018, 11:08 Uhr

Die Mitarbeiter der „Praxis ohne Grenzen“ an der Moltkestraße haben Grund zur Freude: Die „Bürgerstiftung Region Rendsburg“ spendet der Anlaufstelle für Bedürftige und Menschen ohne Krankenversicherungsschutz 9000 Euro. Sechs Ärzte und zehn Helferinnen sind in der Praxis tätig. Betroffene können sich mittwochs von 16 bis 17 Uhr und donnerstags von 10 bis 11 Uhr behandeln lassen.

Die finanzielle Unterstützung der Bürgerstiftung ist für das Projekt „Frauen in Not – Frauen ohne Krankenversicherung“ bestimmt. Die gemeinnützige Arztpraxis übernimmt die Kosten, im Einzelfall bis zur Entbindung der Betroffenen. Dazu gehören unter anderem die Schwangerschaftsbetreuung, aber auch Vorsorge- und Laboruntersuchungen. Der leitende Arzt Achim Diestelkamp freut sich über die Finanzspritze: „Das kam für uns sehr überraschend“. Vor allem das „Klinken putzen“ nehme viel Zeit in Anspruch. Die Spende sei deshalb wunderbar. „Das nimmt den Druck raus“, ergänzt der Mediziner. Er und seine ehrenamtlichen Kollegen sind zum größten Teil auf Spenden und Sponsoren angewiesen.

Bei den Patientinnen handelt es sich häufig um Flüchtlingsfrauen. In einem Fall war das Visum einer Schwangeren aus Ghana abgelaufen. Die Praxis übernahm kurzerhand die Kosten für die Betreuung durch einen Gynäkologen und die spätere Entbindung. In einem anderen Fall kam eine Frau aus der Ukraine in die Praxis, sie hielt sich illegal in Deutschland auf. Auch ihr konnte geholfen werden. Für das Vorstandsmitglied der „Bürgerstiftung Region Rendsburg“, Markus Stöterau, ist die Spende eine Herzensangelegenheit gewesen. „Wir sind von der Arbeit sehr beeindruckt“, erklärt er. „Wir wollen damit ein deutliches Zeichen setzen.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen