zur Navigation springen

Büdelsdorf : Hier wird rostiges Eisen lebendig

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Modernisierung des Eisenkunstgussmuseums in Büdelsdorf nimmt Gestalt an. Die Wiedereröffnung ist für das Frühjahr 2015 geplant.

„Altes Eisen modern präsentiert“: Dieses Ziel verfolgen die Schleswig-Holsteinischen Landesmuseen Schloss Gottorf bei der Modernisierung und Neuausrichtung des Eisenkunstgussmuseums in Büdelsdorf. Federführend ist Dr. Ulrich Schneider, der jetzt in der Mitgliederversammlung des Museums-Fördervereins das Konzept erläuterte.

Bisher habe das Museum Exponate gezeigt, „die nichts erzählt haben“, erklärte Schneider. Wenn die Einrichtung in der Glück-Auf-Allee 4 im Frühjahr 2015 nach drei Jahren Schließungszeit wieder öffne, werde ein großer Unterschied dazu deutlich werden. Zusammenhänge sollen spielerisch vermittelt werden. Die Besucher können mit einem Tablet-PC durch die Ausstellung gehen und zu jedem Exponat die Fragen stellen, die sie besonders interessieren. „Geschichte, soziale und politische Hintergründe, Kunst, alles wird erklärt“, kündigte Dr. Ulrich Schneider an. Durch die Computerunterstützung könne man dann jederzeit neue Inhalte eingeben, hob Schneider die Vorteile der neuen „Führung mit dem Tablet-PC“ hervor. Animationen zum Kunstguss und ein Film über das Gießen sollen ein umfassendes Bild ergeben. „Hier wird rostiges Eisen ganz lebendig.“

Dr. Kirsten Baumann, seit September vergangenen Jahres Direktorin des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte, zeigte sich von dem 1963 erbauten Museum begeistert. „Ich bin ein großer Fan dieses Gebäudes mit seiner wunderbaren sachlichen Architektur.“

Das Museum wurde 1963 durch die Unternehmerin Käte Ahlmann (Ahlmann Carlshütte) gegründet. 2003 wurde der Förderverein Freundeskreis Eisenkunstgussmuseum ins Leben gerufen. „Anlass war der lang anhaltende Dornröschenschlaf des Museums“, machte der Vorsitzende Dr. Horst-Carsten Groth in der Versammlung in der ACO-Academy deutlich, an der 60 der 71 Mitglieder teilnahmen. Groth wies darauf hin, dass 2006 eine zweckgebundene Schenkung in zweistelliger Millionenhöhe durch den Unternehmer Josef-Severin Ahlmann, Sohn der Museumsgründerin, den Erhalt und die Umgestaltung des Museum möglich gemacht habe. Zwei Millionen werden laut Schneider jetzt investiert, um das Museum für die Zukunft zu rüsten. Und Horst-Carsten Groth hofft mit dem von ihm geführten Museums-Förderverein, „dass bald wieder Leben in der Bude herrscht.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen