zur Navigation springen

Fahrradstraßen : Hier spielen Autos nur eine Nebenrolle

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Moltkestraße und Wehrautal sind Fahrradstraßen, allerdings wissen viele Autofahrer nicht, was genau es bedeutet. Der Fahrradclub hat Plakate aufgehängt und weist damit auf die Sonderregeln hin.

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2014 | 19:07 Uhr

In der Moltkestraße und im Bereich Wehrautal kommen sich Autofahrer und Radler bisweilen in die Quere. Der Rendsburger Fahrradclub hat beobachtet, dass Autofahrer häufig zu schnell unterwegs sind und Fahrradfahrer anhupen, die nebeneinander fahren. Dabei ist das Nebeneinanderfahren hier erlaubt. Moltkestraße und Wehrautal firmieren seit 2009 als Fahrradstraßen. Der Fahrradclub hat nun 16 Plakate aufgehängt, um auf die hier geltenden Sonderregeln hinzuweisen.

Club-Sprecher Bodo Schnoor: „Automobile oder motorisierte Zweiräder sind nachrangig unterwegs. E-Bikes und Pedelecs gelten als Fahrräder. Die Höchstgeschwindigkeit von Tempo 30 muss von allen eingehalten werden.“ Zu denjenigen, die die Fahrradstraßen täglich nutzen, zählt Radler Christian Scherpe. „Es ist eine perfekte Alternative zur Berliner Straße. Die meisten Autofahrer passen sich schon an. Doch zukünftig wünsche ich mir von jedem das Verständnis für die Radfahrer.“ Besonders das Prinzip des Einfädelns hätten viele noch nicht erkannt. An den Ampeln sind Aufstellflächen für den Radverkehr markiert. Autos sollen an der hinteren Haltelinie warten, damit die Radfahrer sich vor ihnen aufstellen können. „Selbst die Polizisten ignorieren die Regeln häufig“, sagt Christian Scherpe.

Der Rendsburger Fahrradclub, der örtliche Ableger des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs, sieht es dennoch positiv. Er will sich dafür einsetzen, dass weitere Rendsburger Straßen zu Fahrradstraßen erklärt werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert