U16-Basketball-Bundesliga : Herzschlagfinale mit Happy End

Kraftvoll setzt sich Rendsburgs Alexander Rabe (rotes Trikot) unter dem Kieler Korb durch und erzielt zwei wichtige Punkte für sein Team.
Kraftvoll setzt sich Rendsburgs Alexander Rabe (rotes Trikot) unter dem Kieler Korb durch und erzielt zwei wichtige Punkte für sein Team.

Die Junior Twisters Rendsburg schaffen durch einen 85:80-Sieg gegen den TSV Kronshagen den Klassenerhalt in der U16-Bundesliga.

shz.de von
04. Mai 2015, 06:00 Uhr

Der Jubel fiel dem Anlass entsprechend dann doch etwas verhalten aus. Die Junior Twisters Rendsburg hatten mit einem 85:80 (21:21, 41:42, 61:57)-Erfolg über den TSV Kronshagen am letzten Spieltag gerade noch einmal den Abstieg aus der U16-Basketball-Bundesliga verhindern können, doch mehr als ein kurzes „Yes“ brachte Trainerin Antje Mevius nach dem Herzschlagfinale mit Happy End nicht hervor. „Die Anspannung war einfach zu groß. Ich musste mich erst einmal sammeln“, meinte Mevius mit Blick auf die vorangegangenen 40 Minuten, in denen die Gäste, deren Abstieg aus der höchsten Spielklasse auf Jugendebene bereits vor dem Abpfiff feststand, drauf und dran waren, die Rendsburger mit runter zu reißen.

Mit einer 61:57-Führung gingen die Gastgeber in die letzten zehn Minuten der Partie und der Saison. Und es wurden dramatische letzte zehn Minuten. Denn die Schützlinge von Trainer Mathias Töpfer trafen zu Beginn des Schlussviertels vor allem aus der Distanz traumwandlerisch sicher. Mit drei Drei-Punkte-Würfen drehten die Kronshagener den Vier-Punkte-Rückstand binnen 120 Sekunden in eine 66:64-Führung, die Partie drohte zugunsten des TSV zu kippen. „Wie meine Jungs sich dagegen gewehrt haben, war schon überragend. Denn solche Würfe des Gegners sind mental nicht so leicht wegzustecken“, lobte Mevius. Lennard Willer brachte die Junior Twisters mit einem Korbleger zum 68:66 wieder in Front (33.), und als Henning Rixen den Vorsprung eineinhalb Minuten vor dem Abpfiff auf fünf Zähler (78:73) ausbaute, nahm der für den Klassenerhalt so dringend benötigte Sieg Konturen an. Die Kronshagener wollten sich allerdings nicht dem Vorwurf der Schützenhilfe für den Landesrivalen ausgesetzt sehen und kamen noch einmal zurück ins Spiel. Als die Wurf-Uhr fast abgelaufen war, fasste sich Tom Stahmer ein Herz und war erneut mit einem „Dreier“ erfolgreich, zudem wurde er beim Wurf gefoult. Den fälligen Freiwurf verwandelte der Kronshagener 50 Sekunden vor dem Abpfiff zum 80:80-Ausgleich. „Das war wieder so eine Situation, die eine Mannschaft aus dem Gleichgewicht bringen kann“, meinte Mevius. Doch ihr Team behielt die nötige Ruhe. Rixen (3) und Jakob Menges (2) sorgten mit ihren Punkten in der verbleibenden Spielzeit schließlich für den so wichtigen 85:80-Sieg, der Mevius und ihren Spielern nun die wohlverdiente Sommerpause beschert. „Der Abstieg wäre sehr bitter gewesen. Dann hätten wir uns wieder für die Bundesliga in mehreren Runden qualifizieren müssen. Die Jungs hätten keine Zeit gehabt, sich von den Strapazen der langen Saison zu erholen. Jetzt können alle einmal durchschnaufen. Zudem haben wir Planungssicherheit und können an einer Mannschaft basteln, die auch in der kommenden Saison wieder konkurrenzfähig ist.“ Und die dann früher für den Klassenerhalt sorgen soll, denn noch so ein nervenaufreibendes Saisonfinale möchte sich die Twisters-Trainerin ersparen. Mevius: „Einmal reicht völlig.“

Junior Twisters Rendsburg: Schober, Menges (19/1x3), Willer (10), Boma Atta (n.e.), Heise, Sun (n.e.), Telemann (2), Rixen (37), Pieper (n.e.), Rabe (11), Breitkopf (4), Rump (2).

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