Hertie-Verwalter rechnet nicht mit Zwangsversteigerung

shz.de von
09. Oktober 2014, 14:25 Uhr

Im Amtsgericht soll am 17. November die Hertie-Immobilie zwangsversteigert werden. Doch es könnte anders kommen. Der Verwalter des Gebäudes, Sebastian Mogos-Lindemann von der Berliner Firma CR Management, rechnet damit, dass der Grund für den von der Stadt angestrengten Gerichtstermin entfällt. So deutet sich an, dass die aufgelaufenen Grundsteuern vor dem Stichtag beglichen werden. Es geht um 100 000 Euro. Das wäre eine Parallele zu den Geschehnissen in Schleswig, wo ebenfalls ein Hertie-Haus leersteht. Auch dort waren kurz vor der Zwangsversteigerung die Steuerschulden bezahlt worden.

Mogos-Lindemann betonte, dass nicht CR Management der Schuldner der Stadt Rendsburg sei: „Wir sind nur der Verwalter.“ Eigentümerin des Gebäudes und damit auch Schuldnerin sei stattdessen eine in Holland ansässige Objektgesellschaft, die sich jedoch in der Insolvenz befindet. Woher das Geld für die Begleichung der Steuerschulden kommen soll, beantwortete Mogos-Lindemann nur vage: Möglich seien Transaktionen von anderen Objekten.

Für das Hertie-Gebäude interessiert sich aktuell ein Kaufmann aus der Region (wir berichteten). Er will das Haus abreißen und durch einen Wohn-und Geschäftsneubau ersetzen.

zur Startseite

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert