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Fussball-Verbandsliga : „Herr Lehmann, das Ding ist durch, oder?“

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Osterrönfelder TSV ist nach dem Derbysieg gegen den BTSV dem Klassenerhalt nahe.

von
erstellt am 14.Apr.2014 | 06:07 Uhr

ZDF-Moderator Jochen Breyer war am Sonnabend zwar nicht am Osterrönfelder Bahndamm, dennoch sahen sich Spieler und Trainer des Fußball-Verbandsligisten OTSV mit dessen inzwischen berüchtigter Aussage konfrontiert: „Herr Lehmann, das Ding ist durch, oder!?“

Eigentlich hätte sich der Osterrönfelder Coach leichter mit einer Antwort tun können als sein Kollege Jürgen Klopp, denn im Kampf um den Klassenerhalt hat seine Mannschaft nach dem 1:0 (0:0)-Sieg im Lokalderby gegen den Büdelsdorfer TSV nun elf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Dennoch wich Lehmann der Frage aus. „Das ist für mich zunächst einmal sekundär. Für mich war heute wichtig, dass wir punkten. Und gar nicht unbedingt dreifach, damit wir die Konkurrenz mindestens auf Abstand halten. Dass jetzt sogar ein Dreier dabei herausgekommen ist, ist umso schöner“, erklärte der Trainer. Und auch seine Spieler hat er offensichtlich auf Linie gebracht. „Hinten kackt die Ente“, lautete beispielsweise die Replik von Felix Mosebach und verwies auf die mathematischen Möglichkeiten. Rechnerisch ist natürlich noch nichts entschieden, aber es müsste schon Vieles passieren, dass der OTSV noch einmal in akute Gefahr gerät.

Beim Kontrahenten von der anderen Kanalseite sieht es hingegen ganz anders aus. Zwar bekräftigte der Büdelsdorfer Trainer Adrian Königsmann nach der neuerlichen Niederlage seine Aussage, dass noch alles möglich sei, aber die Tendenz für den Traditionsclub geht eher in Richtung Kreisliga. Beim OTSV wurde einmal mehr deutlich, woran das liegt. Der BTSV versprüht in der Offensive zwar über weite Strecken Gefahr, aber die Konsequenz vor dem gegnerischen Tor fehlt. „Meiner Ansicht nach haben sie kein Offensivproblem, sondern ein Abschlussproblem“, sagt beispielsweise Olaf Lehmann.

In der ersten Halbzeit waren die Gäste die deutlich aktivere Mannschaft. Sie legten ein hohes Tempo vor und waren aggressiver in den Zweikämpfen. „Bei einem Derby muss man heiß sein. Das waren wir in den ersten 25 Minuten nicht. In der Pause gab es einen Einlauf vom Trainer, und danach lief es“, sagte Mosebach. Sein Team hatte insbesondere bei den Büdelsdorfer Standards Glück. OTSV-Torhüter Daniel Jeromin hatte größte Mühe, den tückischen Freistoß des in der ersten Halbzeit agilen Mats Henke zu entschärfen (10.). Königsmann hatte eine junge Offensivreihe aufs Feld geschickt, ließ Niklas Knutzen und Hannes Lehmann zunächst auf der Bank und startete mit Henke sowie den A-Junioren Kevin Wardin, Johannes Kaak und Marvin Jessen. „Wir wollten das einfach mal mit dieser Formation probieren“, erklärte Königsmann. „Leider hat der eine oder andere bei uns konditionelle Probleme bekommen“, so der Coach weiter.

Diese These bestätigte sich dann nach dem Seitenwechsel. Während die Gäste nichts mehr zuzulegen hatten, waren die Platzherren fortan die bessere Elf. Sie verzeichneten das Chancenplus, und nach einem gut gespielten Konter erzielte Hauke Horstmann schließlich den siegbringenden Treffer für die Osterrönfelder.

OTSV: Jeromin – Lobeck, Mosebach, Halver, Zapfe (89. Piotraschke) – Dollnick, Müller – Weihmann (59. Reimer), Grbavac (90. Hardt), Horstmann – Kuklinski.

BTSV: Wulff – Ellwardt, Bonholdt, Philippsen, Rechner – Wiese, Drews (86. M. Stanojevic) – Kaak, Wardin (63. Lehmann), Henke – Jessen (56. Knutzen).

Schiedsrichter: Hogrefe (Horst).

Zuschauer: 300.

Tor: 1:0 Horstmann (65.).

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