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Handball-SH-Liga : Herber Rückschlag für Schülp/Westerrönfeld/RD

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Handball-SH-Liga der Männer kassiert die HSG Schülp/Westerrönfeld/RD bei Tabellenführer TuS Lübeck eine 22:31-Pleite. Vor allem in der zweiten Halbzeit machen die Schützlinge von Trainer Volker Paul viele Fehler.

Enttäuschung ist wohl das Wort, das den unerwartet hohen Ausgang der Partie gegen den TuS Lübeck am besten ausdrückt. Die HSG Schülp/Westerrönfeld/RD hatte sich als Tabellenzweiter der Handball-SH-Liga der Männer so viel beim Spitzenreiter vorgenommen und gehofft, als neuer Tabellenführer die Hansestadt verlassen zu können. Am Ende war sie davon meilenweit entfernt. Volker Pauls Team unterlag nach einer schlechten zweiten Halbzeit mit 22:31 (12:15). „Das war leider absolut in der Höhe verdient. Wir haben viel zu viele Fehler gemacht und zu wenig Tore geworfen“, bemängelte der Trainer. Allein 20 Mal leisteten sich seine Spieler technische Fehler, die Lübeck den Ballbesitz schenkten. Paul knapp: „So kann man nicht gewinnen.“

Zwar führten die Gäste Mitte der ersten Halbzeit noch mit 7:5. Dann allerdings glich Lübeck aus und geriet anschließend nicht mehr ins Hintertreffen. Zwar war klar, dass der TuS mit einer offensiven Deckung agieren würde, diese dann aber mit guten Ideen auszuhebeln, wurde zur spielentscheidenden Aufgabe – die nicht gelöst wurde. Jens-Christian Woldt und Niklas Ranft wurden über die Gesamtdauer der Partie kurz gedeckt, der Rest der HSG-Mannschaft konnte die daraus resultierenden Lücken aber zu selten nutzen. Immer wieder scheiterten mit Malte Pieper, Christian Cardis und Magnus Hannemann drei Stammspieler, die ansonsten mit deutlich besseren Wurfquoten glänzen, am starken Lübecker Schlussmann. Dabei hielt Nils Martensen im Tor der HSG gut und verhinderte zunächst Schlimmeres (16:19, 17:22). Vor allem in Unterzahl mussten die Westerrönfelder Lübeck dann nach und nach ziehen lassen. Beim 18:25 war es deutlich, kurz vor Schluss beim 21:31 völlig klar, dass der Meister der SH-Liga in dieser Form nur TuS Lübeck heißen wird. „Wir waren nach meinem Geschmack zu oft in Unterzahl. Das Verhältnis der Zeitstrafen war mir mit 6:2 nicht ausgeglichen genug, wie es das Spiel hergab. Das war aber nicht spielentscheidend, sondern unsere schlechteste zweite Hälfte, seit ich Trainer bin. Lübeck hat verdient gewonnen“, so Paul. Am Ende konnte nicht einmal der Spielberichtsbogen helfen, der bei den HSG-Spielern ein Tor mehr auswies, als sie tatsächlich geworfen hatten. „Passt irgendwie zum Spiel“, kommentierte Volker Paul diese bei der Höhe der Niederlage unwichtige Randnotiz.

Weil vermutlich auch der Zweitplatzierte am Saisonende aufsteigen wird, heißt es für die HSG nun, die Kräfte zu bündeln, damit die nur noch einen Punkt entfernte HSG Tarp/Wanderup nicht vorbeizieht. „Dafür müssen wir noch schwere Spiele gewinnen“, so Paul, für dessen Team als nächstes das Derby gegen den TSV Alt Duvenstedt am Sonnabend ansteht.

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Martensen, Tietjens – Sawitzki, Hartwig, Pieper (2), Jüschke, Petriesas (4), Woldt (6), Seehase (3), Hannemann, Cardis, Ranft (7), Sievers (1).

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