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Auslandserfahrung : HeLa-Schüler zu Gast in Afrika

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Helene-Lange-Gymnasium spendet Erlös aus Basar an afrikanisches Kinderheim. Zwei Schüler sahen sich an, wofür das Geld verwendet wird

shz.de von
erstellt am 10.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Neue Eindrücke brachten die Schüler Maximilian Kecht (19) und Sarah Koop (19) vom Helene-Lange- Gymnasium von ihrer Afrika-Reise mit. Seit 1990 spendet das Gymnasium den Erlös seines Weihnachtsbasars an das Kinderheim „Pouponniere“ in Quihda, Benin. 11 500 Euro sind bei der jüngsten Veranstaltung zusammengekommen. Wie und wo das Geld in Afrika eingesetzt wird, haben sich die Schüler mit ihrem Lehrer Thies Nordmann im Sommer vor Ort angeschaut (wir berichteten). Bei einer Informationsveranstaltung berichteten die beiden 19-Jährigen von ihren Erlebnissen.

Sarah und Maximilian schlossen die 43 im Heim lebenden Kinder sofort in ihre Herzen. „Zum ersten Mal haben wir Kleider- und Spielzeugspenden mitgebracht“, erzählt Sarah. „Die Kinder haben sich mit Freude darauf gestürzt.“ Kleinigkeiten wie bunte Luftballons wurden zum großen Erlebnis. Besonders fasziniert waren die Jungen und Mädchen von den Kameras der Rendsburger. Eifrig schossen die Kinder Bild um Bild. Am Ende stellten Sarah und Maximilian fest, dass die meisten Aufnahmen ihrer Reise von den Kindern gemacht worden waren.

Die beiden Rendsburger Schüler überzeugten sich, dass die Spendengelder vor Ort gut angelegt werden. Ein Teil der Summe ist in den Aufbau der Krankenstation investiert worden, die mittlerweile eine neue Krankenschwester beschäftigt, sowie für die Apotheke des Heims. Für die Kinder stehen ein Augen- und ein Zahnarzt bereit. Eine eigene Geburtsstation wurde eingerichtet, um werdenden Müttern eine sichere Entbindung zu ermöglichen. Kinder ab dem fünften Lebensjahr haben die Möglichkeit, ein Internat zu besuchen und ein in Europa anerkanntes Abitur zu machen. Wer lieber eine Lehre absolvieren möchte, lässt sich zur Schneiderin oder Friseurin ausbilden. Eine gute Ausbildung zu ermöglichen, ist der Heimleitung wichtig. Sie ist die Grundlage für ein Leben ohne Hunger.

43 Jungen und Mädchen leben momentan im Kinderheim. Die meisten sind Waisen, deren Mütter bei der Geburt an Hunger oder Aids gestorben ist. Unterernährte Kinder werden im Heim versorgt. Sarah Koop erlebte hautnah mit, wie sich der Zustand der Kinder von Tag zu Tag verbesserte. Aber nicht nur die jüngsten Bewohner, auch das Land selbst hat Sarah und Maximilian tief beeindruckt. Auf dem Markt in Cotonou fielen Maximilian Frauen auf, die auf ihren Köpfen riesengroße Platten mit Obst transportieren konnten. Eine weitere Station auf ihrer Reise war das „Tor ohne Wiederkehr“, das symbolisch für den Sklavenhandel steht.

Der Kontakt zwischen dem Gymnasium und dem Kinderheim kam durch Uve Hansen, einen ehemaligen Lehrer der Schule, zustande. Er lernte das Heim auf einer privaten Reise kennen. Seitdem kommen die Erlöse des Weihnachtsbasars der Einrichtung zugute. Zusätzlich wird es durch den Verein der „Freunde der Pouponnière“ unterstützt, dessen Vorsitz Thies Nordmann im Oktober 2012 übernahm. Bis jetzt sind 191 5000 Euro Spendengelder gesammelt worden.

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