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Gemeinsame Übung : Heiße Übung mit brennendem Kerosin

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Fockbek und Rendsburg probten zusammen mit den professionellen Kollegen vom Fliegerhorst Hohn. Gemeinsam mit dem Team vom LTG 63 wurde das Löschen von besonders heißen Bränden geübt.

shz.de von
erstellt am 14.Okt.2013 | 13:57 Uhr

Beim Anblick von 1000 Liter brennendem Kerosin wird auch dem einen oder anderen Feuerwehrmann ein wenig mulmig zumute gewesen sein. Am Sonnabend übten die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Rendsburg und der Gemeinde Fockbek zusammen mit der Flugplatzfeuerwehr des LTG 63 das Löschen von besonders heißen Bränden. Für Gelegenheiten bietet sich ein Feuerlöschteich auf dem riesigen Flugplatzgelände an – 15 Meter Durchmesser und weit entfernt von Gebäuden.

Gastgeberin war die Fliegerhorstfeuerwehr Hohn, die mit sieben hochspezialisierten Fahrzeugen für die Sicherheit der Anlagen garantiert, bei Starts und Landungen in Bereitschaft an der Bahn steht und auch in besonderen Fällen den zivilen Kollegen bei Einsätzen Amtshilfe leistet.

„Das Kerosin stammt aus unseren Beständen – ist aber für den Flugbetrieb nicht mehr tauglich, weil es entweder verunreinigt ist oder schon einmal umgepumpt wurde“, erklärte Oberstleutnant Paul Gattinger vom LTG 63. Also wird der Flug-Treibstoff für die Übung verwendet. Die Wehren bereiten dafür kanisterweise Schaummittel vor – drei Prozent davon, 97 Prozent Löschwasser – das ist die Methode, um das Feuer zu ersticken.

Nach einem Probedurchgang wird unter Einsatzbedingungen geübt. Das Feuer schlägt meterhohe Flammen und eine pechschwarze Qualmwolke steigt in den Himmel, als die Fahrzeuge mit Blaulicht und Sirene heranrauschen. Von vier Seiten wird die lodernde Glut in Angriff genommen – und nach 50 Sekunden ist der Spuk vorüber.

„Eine solche Übung ist für uns unverzichtbar“, sagte der Rendsburger Wehrführer Gerrit Hilburger, „die Gelegenheit mit so viel Schaum zu arbeiten, haben wir selten.“

Die Feuerwehren setzen diese Art der Brandbekämpfung unter anderem bei Flächenbränden (beispielsweise im Moor) oder bei Flüssigkeitenbränden ein. Auch wenn Fahrzeuge in Flammen stehen, wird vorzugsweise mit Schaum gelöscht.

In einer zweiten Übung auf dem Fliegerhorst kam am Nachmittag auch der Gefahrgut des Kreises Rendsburg-Eckernförde zum Einsatz. Die Aufgaben bestanden darin, gefährliche Substanzen zu identifizieren und vermeintliche Verletzte in Sicherheit zu bringen.

Die Ergebnisse der zweiteiligen Übung fließen in die weitere Ausbildung der Feuerwehrleute ein.

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