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Hilfe vom Bauhof : Heiße Debatte um Winterdienst

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Stadtverordnete entscheiden: Nortorfer räumen künftig Schnee und Eis auch in Krogaspe. Doch bis es zu der Entscheidung kam, wurde heiß debattiert. 2014 wird das Jahr der Bauvorhaben in Nortorf. Neben Penny will auch Famila vergrößern.

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erstellt am 19.Dez.2013 | 06:00 Uhr

Mit einer Unterbrechung begann die letzte Stadtverordnetenversammlung in diesem Jahr. Grund: Bürgermeister Horst Krebs wollte zusätzlich den Punkt Winterdienst auf die Tagesordnung setzen. Doch erst nach einer internen Besprechung stimmte die SPD diesem neuen Thema zu.

Winfried Bentke, Vorstand der Stadtwerke Nortorf, berichtete, dass in Krogaspe der bisherige Anbieter des Winterdienstes kurzfristig abgesprungen sei. Daher hoffe man in der Gemeinde auf die Unterstützung des Bauhofes in Nortorf. Erst vor kurzem war ebenfalls ein Vertrag mit der acht Kilometer entferten Gemeinde Schülp getroffen worden. Bentke erläuterte, dass bereits Mitarbeiter die rund zehn Kilometer lange Strecke abgefahren seien, um sich ein Bild zu verschaffen. Fahrzeuge seien ausreichend vorhanden, um sich auch um die Straßen in Krogaspe zu kümmern. Ein neuer Mitarbeiter wurde ebenfalls eingestellt.

Doch die SPD um Willi Gronewald hatte zunächst „Bauchschmerzen.“ „Im Grunde befürworten wir das, aber wir müssen sicher sein, dass alle Arbeiten in Nortorf gewährleistet sind“, sagte Gronewald. Erst danach könne man auch den Räumdienst in anderen Gemeinden übernehmen. Dem öffentlich-rechtlichen Vertrag zwischen den Stadtwerken/Bauhof und der Gemeinde Krogaspe wurde nach der rund halbstündigen Diskussion dennoch zugestimmt. In einem Bericht sollen die Erfahrungen am Ende des Winters aufgelistet werden.

Die Stadtverordneten stimmten ebenfalls zu, das Städtebauförderungsprogramm für das geplante Kulturzentrum Nortorf (kurz „KuNo“) in der ehemaligen Hugo-Syring-Schule (wir berichteten) abzulehnen. In der vorangegangenen Bauausschusssitzung hatte Heiner Sonderfeld den Kommunalpolitikern bereits davon abgeraten. „Die Stadt hatte mal einen Traum, aber ich rate Ihnen KuNo nicht weiter zu verfolgen“, sagte der Städteplaner.

Sowohl im Bauausschuss als auch in der Stadtverordnetenversammlung wurde deutlich, dass sich im kommenden Jahr vor allem baulich einiges in der Stadt ändern wird. Neben dem Nahversorgungszentrum mit Aldi, Edeka und DM-Drogeriemarkt wird sich auch der Penny-Markt in der Itzehoer Straße erweitern. Mit Famila reiht sich nun auch das nächste Unternehmen ein. Die Verkaufsfläche soll von 2200 auf 3500 Quadratmeter erhöht werden. Die Kommunalpolitiker stimmten dem B-Plan zu.


Bürgerforum kritisiert Bürgermeister


Am Montag hatte das Bürgerforum Nortorf den Stadtverordneten einen offenen Brief zukommen lassen. Darin stellte die Gruppe die Frage, in welcher Form die Stadt etwas gegen das Vergessen der NS-Zeit unternehmen will und wie sie engagierte Bürger unterstützen wollen (wir berichteten). Auf Nachfrage der Landeszeitung sagte Horst Krebs am Dienstagnachmittag, dass er den Brief bislang nicht durcharbeiten konnte.

In der Sitzung am gleichen Abend teilte er dann mit, dass er mit Professor Oliver Auge (zuständig für die Chronik) von der Kieler Universität gesprochen hat, und warf dem Bürgerforum „Unsinn“ und „Unwahrheit“ vor. Dass Auge dem Bürgerforum vorschlug, sich an der Chronik mit einer beigefügten CD, die die Jahre der NS-Zeit behandelt, zu beteiligen, sei schlicht „an den Haaren herbeigezogen.“ Mitglieder des Bürgerforums waren anwesend, hatten allerdings Rederecht.

„Nach einer solchen schwerwiegenden Anschuldigung bittet man normalerweise die beschuldigte Gruppe um eine Stellungnahme“, teilte das Bürgerforum gestern mit. Denn: Acht Mitglieder des Bürgerforums waren beim Kolloquium an der Uni anwesend. Alle könnten bezeugen und es notfalls durch eine eidesstattliche Versicherung bekräftigen, dass der Professor es für sinnvoll hielt, das Bürgerforum an der Arbeit zu beteiligen. Die Frage sei: Wem glaubt man mehr? Einem Professor/Bürgermeister oder acht Nortorfer Bürgern?

„Natürlich wird dieser ehrabschneidende Vorwurf des Bürgermeisters gegen acht Bürger seiner Stadt Thema der Bürgerfragestunde in der nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung sein“, teilte das Bürgerforum mit.

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