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Landeszeitung

21. August 2017 | 16:40 Uhr

Heiße Debatte um Badeanstalt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Politiker kommen beim Thema „Steg-Erneuerung“ ins Schwitzen / Anlage muss aus Sicherheitsgründen gesperrt werden

Tropische Temperaturen herrschten am Mittwochabend im Nortorfer Rathaus. Nicht nur, dass die Klimaanlage nicht eingeschaltet war, auch das Thema sorgte für heiße Diskussionen zwischen den Kommunalpolitikern. Die Sanierung der Steganlage in der TuS-Badeanstalt. Der Sozial- und Kulturausschuss sowie der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt tagten dabei zusammen. Einig waren sich alle Mitglieder, dass etwas gemacht werden muss. Nur über das Wie wurde diskutiert. Denn: Nur einer der beiden Stege soll erneuert werden, der zweite wird aus Kostengründen nicht ersetzt.

Die Steganlage in der Badeanstalt sei als „abgängig“ zu bezeichnen, heißt es im Untersuchungsbericht. Aus Sicherheitsgründen müsse diese Anlage gesperrt werden. Auch die Wasserrutsche sei nicht mehr zu reparieren und komplett zu ersetzen. Ein erstes Angebot liege bereits vor. Demnach soll lediglich eine der beiden Steganlagen saniert werden. Die zweite soll komplett demontiert und entsorgt werden. Als Ersatz für die zweite Steganlage sei eine Schwimmkette mit vier Stahlträgern als Begrenzung der Schwimmfläche vorgesehen.

Wichtig war es vielen Kommunalpolitikern, dass der rechte Steg ersetzt wird, da dieser primär von den Badegästen benutzt werde. Das liege daran, dass der Untergrund dort sandig sei, weiter links würden sich die Besucher vom moosigen Untergrund oft gestört fühlen. „Jeder, der seinen Fuß schon mal da hinein gesetzt hat, wird dies bestätigen können“, betonte Torben Ackermann (CDU). Nach über einer halben Stunde entschieden sich die Kommunalpolitiker, dem Antrag zuzustimmen. Welcher der beiden Stege letztlich erneuert wird, solle aber der Firma überlassen werden. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf rund 50 000 Euro. Ein zweites, teureres Angebot einer Firma liegt bereits vor. Ein drittes soll noch bis zur Stadtverordnetenversammlung Anfang Juni eingeholt werden.

Im Haushaltsplan 2014 wurden für die TuS-Badeanstalt Mittel für Investitionen von insgesamt 15 700 Euro zur Verfügung gestellt. Die Gutachterkosten in Höhe von 5000 Euro sind bereits abzuziehen, so dass noch 10 700 Euro übrig bleiben. Die Sanierung der Steganlage wird voraussichtlich knapp über 50 000 Euro kosten. Somit ist der ausstehende Betrag von rund 40 000 Euro nicht gedeckt und müsste über den 1. Nachtragshaushaltsplan finanziert werden.

Auch die Erweiterung und Sanierung des DRK-Kindergartens sorgte für Gesprächsstoff. „Wir haben viel und breit darüber diskutiert“, sagte Angelika Bretschneider. „Der Umbau kommt, aber wir müssen noch die Finanzen abstimmen“, so die Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses weiter. Die Kosten seien höher als bisher angenommen. Daher müsse ein Darlehen aufgenommen werden. Letztlich wurde dem Antrag zugestimmt. Ebenso stimmte der Haupt- und Finanzausschuss der Sanierung der Steganlage zu sowie der Sanierung des Jugendtreffs „Tee“.

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erstellt am 23.Mai.2014 | 10:05 Uhr

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