Hohenwestedt : Haus der Vereine oder Treffpunkt?

Namensdiskussion: SPD und FDP plädierten für die Bezeichnung 'Haus der Vereine und Verbände', woraufhin die CDU ihren Antrag auf eine anderweitige Namensgebung zurückzog. Foto: Kühl
Namensdiskussion: SPD und FDP plädierten für die Bezeichnung "Haus der Vereine und Verbände", woraufhin die CDU ihren Antrag auf eine anderweitige Namensgebung zurückzog. Foto: Kühl

Namensfindung für die ehemalige Schule Parkstraße noch nicht abgeschlossen. Bürgermeister will Theatergruppe gründen.

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22. März 2013, 08:49 Uhr

HOHENWESTEDT | "Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke": So lautet der Titel des Städtebauförderungsprogramms, in das die Gemeinde Hohenwestedt mit Erlass des Innenministeriums vom 27. Mai 2011 aufgenommen wurde. "Wir haben alle Aufträge, die für eine vorbreitende Untersuchung nötig sind, erteilt", berichtete Bürgermeister Holger Bütecke in der Gemeindevertretersitzung am Mittwochabend. Am 7. Dezember 2011 hatten die Kommunalpolitiker ein Untersuchungsgebiet festgelegt, das sich vorwiegend auf den Ortskern der Gemeinde bezog. In ihrer Sitzung am Mittwoch beschlossen die Gemeindevertreter nun mehrere Änderungen dieses Untersuchungsareals: Das Freibad "Ludwigslust", der neue Friedhof sowie die Itzehoer Straße werden in das Gebiet neu aufgenommen, während die Gewerbebetriebe in der Straße "Am Gaswerk" herausgenommen werden.

Den Tagesordnungspunkt "Namensfindung für das Haus der Vereine und Verbände" hatte die CDU-Fraktion veranlasst. "Wir haben vorgearbeitet", sagte Fraktions-Chef Klaus Rolfs mit Blick auf einen Ideenwettbewerb, zu dem die CDU mittels Zeitungsanzeigen aufgerufen hatte: "Es war wichtig und richtig, dass wir die Bevölkerung eingebunden haben, und wir haben sehr viele und schöne Vorschläge erhalten." Die CDU präsentierte die Top 4 ihres Namensfindungswettbewerbs: "Aktiv-Zentrum Hohenwestedt", "Albert Conradi Kultur- und Vereinshaus" sowie "Treffpunkt" und "Treffpunkt Parkstraße". Über diese Vorschläge sollte der Gemeinderat nun abstimmen, meinte Rolfs - aber dazu kam es nicht. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Hansotto Berndsen kritisierte zunächst die "merkwürdige Vorgehensweise" der CDU und konnte dann auch den zur Abstimmung vorgelegten Namensvorschlägen nicht viel abgewinnen: "Da gefällt mir keiner in aller Gänze, und sie erscheinen auch nicht sonderlich benutzbar im Sprachgebrauch." Man solle doch lieber beim bisherigen Arbeitstitel für das Gebäude der ehemaligen Förderschule Parkstraße bleiben, forderte Berndsen. "Wir von der SPD sehen eigentlich den Namen Haus der Vereine und Verbände’ als durchaus treffend an", befand der ehemalige Bürgervorsteher, "das ist ein Name, mit dem man gut umgehen kann und der verdeutlicht, was dort alles gemacht werden kann." Jan Butenschön von der FDP nannte den Ideenwettbewerb der CDU ein "seltsames Verfahren" und plädierte ebenfalls für ein Beibehalten der bislang verwendeten Bezeichnung: "Der Name Haus der Vereine und Verbände’ hat was Treffendes." Die CDU zog daraufhin ihren Antrag zurück. Das Thema Namensfindung soll aber noch einmal im zuständigen Ausschuss für öffentliche Angelegenheiten diskutiert werden.

Begonnen hatte die Gemeinderatssitzung mit einem ungewöhnlichen Vorschlag des Bürgermeisters: "Wollen wir nicht als Gemeindevertretung mit einem Einakter von maximal 30 Minuten beim Spektakel op platt’ mitmachen?" Er habe gerade von Hohenwestedt-Marketing die Mitteilung erhalten, dass es auch in diesem Jahr wieder einen Amtspokal für plattdeutsche Schauspielgruppen geben werde, berichtete Bütecke und schwärmte von der Premiere im vergangenen Jahr: "Das war eine hervorragende Veranstaltung, die richtig Spaß gebracht hat." Die Fraktionen sollen nun beraten, ob sie sich einen gemeinsamen Auftritt vorstellen können, damit diesmal auch eine Hohenwestedter Gruppe in den Kampf um den "groten platten Pott" eingreifen kann.

"Die Ritter werden vom 18. bis 20. Mai in unsere Gemeinde einfallen", gab Bütecke bekannt und verkündete ein "Novum": Beim Gastspiel des "Mittelalterlich Phantasie Spectaculum" am Pfingstwochenende werden Bürger der Gemeinde Hohenwestedt, die sich per Personalausweis als solche ausweisen können, an den ersten beiden Veranstaltungstagen (18. und 19. Mai) jeweils ab 20 Uhr freien Eintritt haben.

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