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Sparkasse Mittelholstein : Haspa übernimmt die Mehrheit bei der Sparkasse Mittelholstein

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Hamburger Geldinstitut steigert seinen Aktienanteil in Rendsburg auf 66,3 Prozent. Auslöser war eine Kapitalerhöhung um 50 Millionen Euro. „Wir werden weiter frei am regionalen Markt arbeiten können“, sagt Vorstand Bernd Jäger.

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erstellt am 01.Okt.2013 | 19:05 Uhr

Die Hamburger Sparkasse hat die Aktienmehrheit bei der Sparkasse Mittelholstein übernommen. Im August hatte die Hauptversammlung des Rendsburger Geldinstituts einer massiven Kapitalerhöhung um 50 Millionen Euro zugestimmt. 20 Millionen Euro an so genannten Stillen Anlagen wurden in Aktienkapital umgewandelt, die weiteren 30 Millionen Euro wurden von den Aktionären aufgebracht. Alle bisherigen Anteilseigner erhielten die Option, weitere Aktien im Verhältnis ihrer bestehenden Beteiligung zu erwerben. Wäre dies geschehen, wären die Mehrheitsverhältnisse unverändert geblieben. „Es war allerdings abzusehen, dass beispielsweise die kommunalen Anteilseigner und die Stiftung Spar- und Leih-Kasse dies nicht würden leisten können“, sagte Bernd Jäger, Vorstand der Sparkasse Mittelholstein. Aus diesem Grunde hatte die Hamburger Sparkasse, die bisher einen Anteil von 25,1 Prozent hielt, sich bereit erklärt, alle nicht ausgeübten Bezugsrechte anderer Aktionäre zu übernehmen. Dies geschah in einer Größenordnung von 27,5 Millionen Euro, das Aktienpaket der Haspa stieg damit auf 66,3 Prozent. Die Stiftung hat mit 1,1 Millionen Euro ebenfalls einen Beitrag zur Kapitalerhöhung geleistet und besitzt mit einem Anteil von 16,9 Prozent das zweitgrößte Aktienpaket.

„Damit erfüllen wir die für 2019 vorgeschriebene Anforderungen schon jetzt und sind als Marktführer in der Region weiterhin Garant für eine ausreichende Kreditversorgung. Und wir können weiter wachsen“ sagte Jäger. Auswirkungen durch den neuen Mehrheitsaktionär sieht er nicht: „Der Aufsichtsrat bleibt unberührt, die Ansprechpartner in der Sparkasse sind dieselben und es ist auch keine Verlagerung der Arbeitsplätze nach Hamburg vorgesehen. Wir arbeiten seit zehn Jahren gut mit der Haspa zusammen und das wird auch so bleiben. Wir werden weiter frei am regionalen Markt arbeiten. Und das ist ja auch unsere Stärke.“

Der Sparkassenvorstand mit Manfred Buncke und Bernd Jäger wird im kommenden Jahr um ein Mitglied erweitert. Vorgesehen für den Posten ist Dr. Sören Abendroth, der bereits als Generalbevollmächtigter in Rendsburg tätig ist. Dass Abendroth von der Haspa kommt, hat nach Auskunft von Jäger nichts mit der jetzigen Kapitalerhöhung zu tun. „Es gab eine Ausschreibung, Vorstellungsgespräche – eben ein ganz normales Verfahren. Dass der neue Kollege zuvor für den jetzigen Hauptaktionär tätig war, ist tatsächlich reiner Zufall.“

Der Aufsichtsratsvorsitzende Rolf Teucher lobte das finanzielle Engagement der Hamburger in Rendsburg: „Ohne die Haspa wäre eine Kapitalerhöhung dieser Größenordnung nicht möglich gewesen. Mit der Erhöhung ihrer Beteiligung hat sie eindrucksvoll ihre Zuverlässigkeit als Aktionärin unter Beweis gestellt.“

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