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Landeszeitung

19. August 2017 | 08:08 Uhr

Karate : Hartes Training mit Gold belohnt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Robin Endricat vom SSV Nübbel wurde mit der Schleswig-Holstein-Auswahl Deutscher Karate-Meister bei Titelkämpfen in Neumünster. Im Einzel lief es für den 21-Jährigen hingegen nicht ganz so gut.

Robin Endricat bekam das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. Nach dem Triumph mit der Mannschaft des Schleswig-Holsteinischen Karateverbandes bei den Deutschen Meisterschaften in den Neumünsteraner Holstenhallen im Kumite (Freikampf) war dem Kämpfer des SSV Nübbel die Freude über die gewonnene Goldmedaille anzusehen. „Sich die Krone im eigenen Bundesland aufzusetzen, ist schon ein tolles Gefühl“, jubelte der 21-Jährige Gemeinsam mit Patrick Urban, Noah Bitsch, Khachik Bagdasaryan, Fabian Ziebinski, Sascha Vedlung und Demir Ümit holte sich Endricat den letzten der insgesamt 24 bei den Meisterschaften zu vergebenen Titel. Im Finale bezwang die SH-Auswahl das Team von Budokan Bochum mit 3:1. Landestrainer Timo Stieger-Fleischer (TSV Reinbek) war stolz auf seine Jungs: „Wir haben uns alle immer schön heiß gemacht.“ Auch Heimtrainer Axel Behrendt freute sich mit Endricat. „Ein toller Erfolg. Er hat unheimlich hart dafür trainiert. Das ist der verdiente Lohn.“

Im Einzel zuvor lief es allerdings weniger gut für seinen Schützling. Endricat unterlag in seinem Auftaktkampf der Herren-Leistungsklasse bis 75 kg dem späteren Siebten Jeronim Etemi (Shotokan Esslingen) mit 0:1. Behrendt: „Wenn er im Einzel so brillant gekämpft hätte, wie mit dem Team, wäre er hundertprozentig weitergekommen. Leider hat er mit angezogener Handbremse gekämpft, war viel zu passiv.“ Besser machte es Vereinskameradin Nele Mielke, die sich im Pool-Halbfinale der Damen Leistungsklasse bis 61 kg erst der späteren Silbermedaillengewinnerin Anna-Marie Waurick (KJC Ravensburg) beugen musste. Im Kampf um Platz 5 landete sie gegen Maren Büttner (TSV Grasbrunn-Neukeferloh) die richtigen Treffer. „Nele hat sehr gut gekämpft. Ein fünfter Platz im Leistungsbereich ist beachtlich“, lobte Behrendt. Im Formenlauf (Kata) zog Franziska Bobsien (SV Dätgen) bereits in der zweiten Runde den Kürzeren.

Karate, das 2020 in Tokio olympisch wird, wurde den 1400 Besuchern auf sieben Kampfflächen präsentiert. Insgesamt 506 Sportler aus 154 Vereinen waren am Start. Der Centre-Court – direkt in der Hallenmitte – war ein echter Hingucker. „Ich denke, dass wir mit Neuerungen und der Idee einer Budo-Night, bei der sich andere Kampfkunstarten präsentiert haben, beim Publikum punkten konnten“, sagte Wolfgang Hagge, der als Landespräsident die Titelkämpfe erstmals nach Schleswig-Holstein holte.

Im Rahmen der Finalrunden wurden mit Heinrich Leistenschneider (Straubing) und Felix Behrendt vom SSV Nübbel, der seine Karriere wegen eines irreparablen Knorpelschadens im Sprunggelenk beenden musste (die LZ berichtete), zwei verdiente Kaderathleten durch den Sportdirektor des Deutschen Karateverbandes, Ralph Masella, verabschiedet. Beide Kämpfer hatten in den zurückliegenden Jahren den DKV erfolgreich auf internationaler Ebene vertreten und wurden mit Präsenten und großem Beifall gewürdigt.

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erstellt am 12.Apr.2017 | 06:02 Uhr

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