Harte Geduldsprobe für Autofahrer

Doppelter Einsatz: In Ascheffel räumte Bürgermeister Günther Petersen in einem Schmalspurfahrzeug (links) unter anderem Bürgersteige frei. Gemeindearbeiter Rainer Petersen sorgte für freie Fahrt auf den Straßen.
1 von 4
Doppelter Einsatz: In Ascheffel räumte Bürgermeister Günther Petersen in einem Schmalspurfahrzeug (links) unter anderem Bürgersteige frei. Gemeindearbeiter Rainer Petersen sorgte für freie Fahrt auf den Straßen.

Bei 13 Unfällen im Kreis gab es zwei Leichtverletzte / Umwelt- und Technikhof sorgt für Sicherheit auf Straßen und Fußwegen

shz.de von
29. Januar 2015, 14:56 Uhr

Gestern Morgen gab es für die meisten Bewohner des Kreises ein weißes Erwachen: Über Nacht hatte es fast überall geschneit. Vor allem die Geduld der Autofahrer wurde auf eine harte Probe gestellt. Vielerorts ging es morgens nur sehr langsam voran – zum Beispiel auf der B 77 zwischen Jevenstedt und dem Kanal-Tunnel. Hier mussten die Autofahrer zeitweise etwa eine Stunde mehr für ihren Fahrtweg einplanen.

Schon am Mittag sah die Situation größtenteils entspannter aus. Ob mit Schneepflug, Schneeschieber oder ganz schwerem Gerät: Die Rendsburg-Eckernförder wurden relativ schnell Herr der Schneemassen. Susanne Löptien nahm es gelassen und betrachtete das Schnee schippen vor ihrem Haus in Büdelsdorf als „sportliche Betätigung“. Auch Uwe Angrick konnte dem Wetter einiges abgewinnen: Zum dritten Mal in diesem Winter konnte der Hohenwestedter seinen privaten Schneepflug einsetzen. „Ich hoffe, dass der Schneepflug jetzt noch öfter zum Einsatz kommt, der Winter kommt erst noch.“

In Rendsburg sorgten die Mitarbeiter des Umwelt- und Technikhofes (UTH) der Stadt für ein gutes Durchkommen auf den Straßen. Seit 4.45 Uhr waren etwa 25 Mitarbeiter im Stadtgebiet und in Rickert unterwegs, um für die Verkehrssicherheit zu sorgen. Auf den Straßen wurden insgesamt etwa 40 Tonnen Salz gestreut. Rad- und Fußwege wurden mit einem Sand-Salz-Gemisch nutzbar gemacht. Das Straßennetz wird dabei nach Prioritäten unterteilt und abgefahren. „Die Strecken der Buslinien und die Zufahrt zum Krankenhaus und zum Bahnhof sowie Busbahnhof stehen auf der Prioritätenliste ganz oben“, berichtet UTH-Betriebsleiter Niels Faust. Im Einsatz sind neben Großfahrzeugen wie Unimogs auch Schmalspurfahrzeuge, um Radwege und Bürgersteige zu räumen. „Handkolonnen sorgen für sichere Treppen und Überwege wie Ampelkreuzungen“, so Faust.

Bei der Polizei wurden bis zum frühen Abend 13 wetterbedingte Unfälle im Kreis registriert. Zwei Personen sind dabei leicht verletzt worden: In Elsdorf-Westermühlen ist ein Autofahrer gegen einen Baum gerutscht, aber glimpflich davon gekommen. Auf der Landesstraße 26 rutschte bei Waabs ein Schulbus in den Straßengraben. Eine achtjährige Schülerin verletzte sich dabei leicht am Kopf. Die sieben anderen Schüler sowie der Busfahrer blieben unverletzt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen