Harmonie prägt das neue Wappen

Ernennung und Vereidigung: Amtsdirektor Stefan Landt mit Amtswehrführer Klaus-Hinrich Paulsen und dessen Stellvertretern Hans-Jürgen Petersen, Detlev Schümann und Dirk Müller (von rechts).  Foto: Kühl (4)
1 von 2
Ernennung und Vereidigung: Amtsdirektor Stefan Landt mit Amtswehrführer Klaus-Hinrich Paulsen und dessen Stellvertretern Hans-Jürgen Petersen, Detlev Schümann und Dirk Müller (von rechts). Foto: Kühl (4)

Im Herzen Schleswig-Holsteins: Amtsausschuss Mittelholstein entscheidet sich für Blau als Grundfarbe der neuen Symbole

Avatar_shz von
23. Juni 2012, 08:12 Uhr

HOHENWESTEDT | "Blau ist die Farbe der Harmonie", sagte der stellvertretende Amtsvorsteher Peter Thomsen, nachdem sich der Amtsausschuss des Amtes Mittelholstein am Donnerstagabend mehrheitlich für ein Amtswappen mit blauem Hintergrund entschieden hatte. Zwei verschiedene Wappenversionen (beide vom Atelier Schütt aus Oldendorf) hatten zur Auswahl gestanden, die sich lediglich hinsichtlich der Hintergrundfarbe unterschieden. "Die Entscheidung liegt bei uns", vermerkte Thomsen, "die Gemeinden unseres Amtsbezirks haben zum größten Teil ein grünes Wappen - darum wäre mein Vorschlag, dass wir uns beim Amtswappen für Blau entscheiden, denn dann wäre immer auf den ersten Blick zu erkennen: Das ist Blau, also handelt es sich um Amtsunterlagen."

Über die Hintergrundfarbe konnte der Amtsausschuss abstimmen, nicht zur Debatte stand hingegen die Wappensymbolik selbst, die der Hauptausschuss zwei Wochen zuvor mit einhelliger Begeisterung gebilligt hatte: ein goldener Ring mit zehn mal drei Blättern, die für die 30 Gemeinden des neuen Amtes stehen. Amtsdirektor Stefan Landt zählte die Vorgaben auf, die das Atelier Schütt bei der Wappengestaltung zu berücksichtigen hatte: 30 Gemeinden bilden das neue Amt; keine Gemeinde soll sich im Wappen besser erkennen können als eine andere; es gibt keine Gemeinsamkeiten, die für alle Gemeinden zutreffen; das Ja zum Zusammenschluss soll erkennbar werden; die Zahl 30 soll irgendwie dargestellt werden; das Wappen soll nicht zuviel Informationen enthalten.

"Wir haben uns viele Entwürfe vorlegen lassen", berichtete Landt und wies auf die besonderen Vorzüge des siegreichen Entwurfs mit den 30 ringförmig angeordneten Blättern hin: "Der Ring bewegt sich auch nach innen und zeigt somit, dass etwas Neues im Entstehen ist." Jede der durch Blätter symbolisierten Amtsgemeinden wirke zugleich "nach innen und nach außen", erklärte Landt: "Das ist eine treffende Beschreibung für das, was wir hier machen." Nachdem sich die Amtsausschussmit glieder mehrheitlich für Blau als Wappenschildfarbe ausgesprochen hatten, billigten sie das ebenfalls neue Amtslogo einstimmig. "Beim Abdruck des Wappens werden wir uns auf offizielle Dokumente beschränken", erläuterte Landt, "das Logo werden wir für den normalen Schriftverkehr und Visitenkarten nutzen, und an normalen Tagen könnte zum Beispiel auch eine Flagge mit dem Amtslogo an unseren Verwaltungsstandorten wehen." Mit dem Einsatz des Logos können man sofort starten, sagte der Amtsdirektor: "Aber das Wappen dürfen wir erst verwenden, wenn wir die Zustimmung vom Landesarchiv und unsere Hauptsatzung entsprechend geändert haben."

Begonnen hatte die Amtsausschusssitzung mit der Zustimmung des Gremiums zur Wahl der neuen Amtswehrführung, die am 20. April in Oldenbüttel stattgefunden hatte (wir berichteten). "Das ist ein weiterer Schritt, den wir zur Konstituierung des Amtes Mittelholstein abarbeiten", bemerkte Landt, "für uns ist es wichtig, dass auch die Feuerwehren zusammenwachsen und an der Spitze optimal organisiert sind, und darum ist dies heute ein besonderer Tag." Klaus-Hinrich Paulsen (Steenfeld) stehen mit Hans-Jürgen Petersen (Aukrug), Detlev Schümann (Tappendorf) und Dirk Müller (Hohenwestedt) drei gleichberechtigte Stellvertreter zur Seite. "Aber es muss ja geregelt sein, wer die Amtsgeschäfte übernimmt, wenn der Amtswehrführer mal ausfällt", erklärte Landt, "und da ist die Dienstzeit als Ehrenbeamter entscheidend." Petersen habe die mit Abstand längste Dienstdauer (seit 1988) vorzuweisen und werde deshalb als 1. Stellvertreter fungieren, Schümann als 2. und Müller als 3., erläuterte der Amtsdirektor, ehe er die Ernennungsurkunden an Paulsen & Co. verteilte und deren Vereidigung vornahm.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen