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3. Handball-Liga der Frauen : Hansen-Team beim Abstiegskandidaten viel zu brav

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der 3. Handball-Liga der Frauen kassierte die HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen beim TuS Jahn Hollenstedt-Wenzendorf eine überraschende 26:27-Niederlage. Die Gäste agierten dabei vor allem in der Abwehr zu brav.

Viel zu harmlos präsentierten sich die Drittliga-Handballerinnen der HG OKT. Beim abstiegsbedrohten TuS Jahn Hollenstedt-Wenzendorf kassierte das Team von Trainer Vagn Hansen mit 26:27 (12:14) die fünfte Saisonniederlage.

Obwohl der Tabellenvierte weder mit dem Auf- noch dem Abstieg etwas zu tun hat, hätte es das Hansen-Team mit der vorher prognostizierten Tiefenentspannung nicht ganz so wörtlich nehmen dürfen. „Meine Spielerinnen agierten in der Abwehr viel zu brav und schafften es zu keinem Zeitpunkt, die starke Rückraum-Angriffsreihe des Gastgebers zu stören“, sagte Hansen. Mit dieser Einschätzung sprach er die sichtbaren Probleme der offensiv agierenden Abwehrreihe an, die mit einfachsten Auslösehandlungen vor arge Probleme gestellt wurde. Zu gering war die Bereitschaft des Favoriten, dem Tabellenvorletzten den Schneid abzukaufen. Auch im Angriffsspiel haperte es. Neben vielen technischen Fehlern verzweifelte OKT an der TuS-Torfrau Dorit Schwanke. „Wir hatten Probleme, den verletzungsbedingten Ausfall von Imke Seidel zu kompensieren“, so Hansen. Seidel fällt mit einer Knöchelverletzung voraussichtlich längere Zeit aus. Mit Kristin Machau hatte der OKT-Trainer allerdings die Rückraum-Mitte-Position adäquat besetzt. Mit viel Übersicht brachte sie ihre Nebenleute immer wieder in aussichtsreiche Wurfpositionen und erzielte selbst neun Tore. „Kristin hat uns bis zum Schluss im Spiel gehalten und hat als einzige ihre Normalform abgerufen“, lobte Hansen. Der TuS Jahn Hollenstedt präsentierte sich keineswegs wie ein Absteiger. Vor allem die starke Rückraum-Angriffskette um Julia Lupke, Julia Fritsche und Dina Bergmane-Versakova überzeugte und steuerte 21 der 27 Tore des Abstiegskandidaten bei. Ein unbändiger Siegeswille führte letztlich zur überraschenden Niederlage des Tabellenvierten. „Wir haben durch unsere kompakte Abwehrarbeit schon früh die Angriffsversuche der HG OKT unterbunden und somit den Grundstein für unseren Erfolg gelegt“, sagte TuS-Trainer Lars Dammann.

Vagn Hansen hofft, den Ausfall von Imke Seidel im Final Four des HVSH-Pokals am kommenden Wochenende in Nord Harrislee kompensieren zu können. Dort geht es am Sonnabend zunächst gegen den Liga-Konkurrenten SV Henstedt-Ulzburg. Am Sonntag wartet entweder der Drittligist TSV Nord Harrislee oder der Oberligist TSV Wattenbek auf die Hansen-Schützlinge.

HG OKT: Lobstaedt, Fasold – Küppers, K. Rohwer (2), Steffek (4), Pahl (1), Linke (1), Peters (7/5), H. Rohwer (1), Machau (9), Lübker, Stachowski (1).



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