Handball : Handball-Spaß trotz Nieselregens

Abgezogen: Annika Imme von der HSG Fockbek/Nübbel (links) kommt im Spiel gegen Bredstedt frei zum Wurf.
1 von 2
Abgezogen: Annika Imme von der HSG Fockbek/Nübbel (links) kommt im Spiel gegen Bredstedt frei zum Wurf.

Teilnehmer des 45. Westerrönfelder Heidesand-Turniers lassen sich vom widrigen Wetter die Laune nicht verderben

shz.de von
19. Mai 2015, 06:27 Uhr

Handballer sind „harte Hunde“. Woche für Woche lässt sich das bei packenden Zweikämpfen beobachten. So mancher Schmerz wird dabei unterdrückt. Von Nieselregen lassen sich Handballer daher schon gar nicht abschrecken.

Die insgesamt 36 Teams (19 Frauen- und 17 Männermannschaften) ließen sich den Spaß beim 45. Westerrönfelder Heidesand-Turnier durch das kühle Nass von oben jedenfalls nicht verderben, auch wenn auf dem feuchten Rasen bisweilen die Standfestigkeit litt. „Nach der Vorrunde wollten wir das Turnier durch Entscheidungswerfen verkürzen. Doch alle Mannschafts-Verantwortlichen haben sich dafür ausgesprochen, das Turnier wie geplant durchzuziehen“, erklärte Turnierleiter Dennis Schrader. Wenn schon das Wetter keinen Anlass zur Freude gab, zauberten traditionell die Team-Namen der Teilnehmer ein Schmunzeln ins Gesicht der Zuschauer. So sicherte sich beispielsweise der „Waldmeister der Herzen“ den Sieg im Frauen-A-Pokal. In diesem Fall konnte selbst Schrader keine Angaben über die Herkunft dieses Teams machen. „Es entspricht durchaus dem Sinn des Turniers, dass sich Mannschaften bilden, die vorher noch nie zusammen gespielt haben“, unterstrich er den Charakter der Veranstaltung, die stets durch den Spaß am Sport geprägt ist. Die Kombination Spaß und sportliche Qualität boten die „Mighty Ducks“, die den Männer-A-Pokal einheimsten. Marco Schmitt, Patrick Möller (beide Büdelsdorfer TSV), Matti Voß (TSV Alt Duvenstedt) und Co. zogen ein munteres Spiel auf und schlugen im Finale den SV Tingleff (6. dänische Liga) mit 5:4.

Der SV Tingleff ist ein fester Bestandteil dieses Turniers, ebenso wie der TSV Hirsau (Schwarzwald). „Das ist ein Spaßturnier. Aber manchmal nehmen die Norddeutschen das Turnier dann doch zu ernst“, meinte Hirsaus Lisa Miemhard. Die Schwarzwälder nutzen ihre Teilnahme darüber hinaus, um Schleswig-Holstein näher kennen zu lernen. So stand in diesem Jahr eine Fahrt nach Kiel auf dem Programm. Christoph Andresen (SV Tingleff) ist bereits seit 20 Jahren dabei. Er schätzt besonders die Gastfreundschaft. Dass seine Mannschaft diesmal sogar im Finale stand, habe ihn dann allerdings überrascht. Beste Stimmung herrschte auch bei der Siegerehrung in der Tingleff-Halle. Sie wurde von Bürgermeister Otto Schülldorf, Dennis Schrader und Dieter Windeler (1. Vorsitzender des Westerrönfelder Sportvereins) vorgenommen.

Der letzte Rest an Energie wurde bei der Players-Night auf der Tanzfläche gegeben, ehe es nach dem Katerfrühstück am Sonntag auf die kurze oder lange Heimreise ging.

Ergebnisse: Männer-A-Pokal: Finale: Mighty Ducks – SV Tinglef 5:4. Spiel um Platz 3: Lokomotive Westerrönfeld – HT Norderstedt 4:1 nach Entscheidungswerfen.
Männer-B-Pokal: Finale WSV-Fußball – NF Arlau 7:6. Spiel um Platz 3: HSG Fockbek/Nübbel II kampflos (HSG Schülp/W’feld RD II trat nicht an).
Frauen-A-Pokal: Waldmeister der Herzen – HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg I 5:4. Spiel um Platz 3: HSG Reinfeld-Hamberge kampflos (Team WiiFit trat nicht an).
Frauen-B-Pokal: Wellingdorfer TV – HSG Fockbek/Nübbel II 5:3. Spiel um Platz 3: HG OKT – HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg II 5:3.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen