Bauarbeiten : Halle zum Schulstart nicht fertig

Die Außenanlagen der Mehrzweckhalle in Mastbrook nehmen bereits Formen an. Innen ist noch einiges zu tun.
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Die Außenanlagen der Mehrzweckhalle in Mastbrook nehmen bereits Formen an. Innen ist noch einiges zu tun.

Firmen lassen Architekten des Sport- und Kulturzentrums in Mastbrook hängen.

shz.de von
01. August 2018, 14:29 Uhr

Rendsburg | Die neue Mehrzweckhalle in Mastbrook wird nicht rechtzeitig zum Schulbeginn fertig. „Obwohl viel Druck ausgeübt wurde, sind einige Firmen nicht zu den Terminen erschienen und haben den Architekten hängen gelassen“, sagte Thomas Siegel, Fachdienstleiter Hochbau der Stadt Rendsburg, gestern.

Die Arbeiten an dem Neubau neben der Grundschule Mastbrook an der Liegnitzer Straße begannen im Juni 2017. Architekt Filip Nosek wollte das Gebäude mit einer 800 Quadratmeter großen Zwei-Feld-Sporthalle und öffentlichen Räumen Anfang August 2018 der Verwaltung übergeben. Siegel rechnet damit, dass die Schule erst Ende September einziehen kann. Bis dahin müssen die Schüler für den Sportunterricht weiterhin mit Bussen in die Halle Rotenhof gebracht werden. Die Schulleitung wurde vor den Ferien informiert, als sich die Verzögerung abzeichnete.

„So richtig fertig ist noch fast kein Gewerk“, sagte Siegel. In einigen Räumen ist der Estrich zu feucht, um Parkett verlegen zu können. Der Tischler, der die Garderobenbänke bauen soll, hat Betriebsferien. Der Trennvorhang in der Sporthalle fehlt. Die Ecken der Prallwände sind nicht fertig. „Es ist schade, aber es lässt sich nicht ändern.“ Erfreulich ist, dass die Verwaltung den politisch gesetzten Kostenrahmen von 7,16 Millionen Euro noch nicht ausgeschöpft hat.

Auch an anderen Schulen in Rendsburg und Umgebung herrscht während der Ferien reger Baubetrieb:

Rendsburg >

In der Sporthalle der Herderschule wird ein neuer Boden verlegt. „Wir bauen einen modernen Doppelschwingboden ein“, erklärte Frank Müller, stellvertretender Leiter des Fachdienstes Hochbau. Außerdem wird eine Fußbodenheizung installiert. Müller verspricht sich eine deutliche Reduzierung der Heizkosten. Laut Zeitplan steht die Halle ab Sonntag, 9. September, wieder für den Sportbetrieb bereit. Die Basket- und Handballer müssen ihre Saisonvorbereitung in andere Hallen verlegen. Der Doppelschwingboden und die Fußbodenheizung kosten zusammen 450 000 Euro. Weitere 100 000 Euro fließen in die Sanierung von zwei Duschräumen.

Schacht-Audorf >

Die Sportanlage der Grund- und Gemeinschaftsschule Schacht-Audorf ist eine Baustelle. Von der Rasenfläche und der 400-Meter-Laufbahn ist nur noch wenig zu sehen. Auf dem Gelände stehen drei flache Gebäude aus insgesamt 80 Containern.

Nach den Sommerferien soll der sogenannte „Block 5“, ein aus den 1970er-Jahren stammendes Gebäude, saniert werden. 16 Klassen müssen dazu in die Container umziehen. „Block 5 soll im Frühjahr kommenden Jahres fertig sein“, sagte Nils Eichberg, Bauamtsleiter beim zuständigen Amt Eiderkanal. Anschließend werden zwei der drei Containerriegel wieder abgebaut. In die verbleibenden Ausweichquartiere wird das Lehrerzimmer einziehen.

Das älteste Schulgebäude, das aus den 1930er-Jahren stammt, wird abgerissen. An dessen Stelle wird ein Neubau mit Platz für ein Lehrerzimmer, eine Lehrküche, Werkräume, eine Mensa und Räume für die Nachmittagsbetreuung im Zuge einer Offenen Ganztagsschule (OGS) errichtet. Eichberg rechnet mit einer Fertigstellung im Jahr 2020. Der Termin steht aber noch nicht fest.

Sieben Millionen Euro geben die sieben im Schulverband zusammen geschlossenen Gemeinden für die Sanierung und Modernisierung der Schule aus. Sie wird von ungefähr 700 Jungen und Mädchen besucht. Schulverbandsvorsteher Bernd Sienknecht spricht von einer „Investition in die Zukunft zur Sicherung des Schulstandorts“.


Fockbek >

Während der Sommerferien werden die Abwasser- und Regenwasserleitungen unter dem Pausenhof der „Bergschule“ Fockbek saniert. „Die Kanalisation stammt noch aus den 1950er-Jahren und ist immer wieder durch Rohrleitungen ergänzt worden“, erklärte Bauamtsleiter Uwe Fuchs. Jetzt werde „gründlich saniert“. Zudem kommt die Gemeinde damit auch der Forderung des Kreises nach, eine Dichtigkeitsprüfung ihrer Kanalisation vorzulegen.


Büdelsdorf >

Der Schwerpunkt der Bauarbeiten liegt auf dem Grundschulzentrum, das in den ehemaligen Gebäuden der Heinrich-Heine-Schule an der Akazienstraße entsteht. In den Ferien wird ein Gebäuderiegel saniert, erklärte Oliver Horn, Architekt bei der Stadt Büdelsdorf. Dort entstehen Räume für Werken, Kunst und Musik. Sie sollen zu Beginn des neuen Schuljahres fertig sein.

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