Radsport : Hakelberg und Arnswald teilen sich Sieg in Nortorf

Fast 700 Kilometer legten Michael Arnswald (links) und Peter Hakelberg beim 24-Stunden-Marathon in Nortorf zurück.
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Fast 700 Kilometer legten Michael Arnswald (links) und Peter Hakelberg beim 24-Stunden-Marathon in Nortorf zurück.

Michael Arnswald und Peter Hakelberg haben den 24-Stunden-Marathon der Rad+Sport+Gemeinschaft Mittelpunkt Nortorf gewonnen. Insgesamt 200 Fahrer stiegen in den Sattel.

shz.de von
22. Juli 2015, 06:00 Uhr

Rund 200 Radsport-Enthusiasten nahmen am Sonnabend in Nortorf wieder einmal eine ganz besondere Herausforderung an: Zum sechsten Mal veranstaltete die Rad+Sport+Gemeinschaft (RSG) Mittelpunkt Nortorf ein 24-Stunden-Marathon-Rennen. Ziel war es, innerhalb von 24 Stunden so oft wie möglich den fast 28 Kilometer langen Rundkurs zu durchfahren.

Da die Strecke, im Gegensatz zu den Radrennen, nicht abgesperrt sein musste, sondern der Marathon im fließenden Verkehr stattfand, stellte bereits der Start den Hauptorganisator Bernd Schmidt von der RSG vor ein kleines Problem: Nicht nur, dass in und um Nortorf sechs Bahnübergänge gesperrt waren, zusätzlich war auch die Nortorfer Innenstadt wegen einer Großveranstaltung nicht passierbar. Das damit verbundene, erhebliche Verkehrsaufkommen an der Kreuzung Itzehoer Straße/Postredder, die eigentlich auf der Route des Rundkurses lag, veranlasste Schmidt dazu, kurzfristig einen kleinen Streckenwechsel vorzunehmen. „Im Gegensatz zu den vergangenen Veranstaltungen gibt es dieses Mal nur Einzelfahrer und keine Teams“, erklärte Schmidt. Außerdem habe man die Zahl der Starter auf maximal 200 begrenzt. „Jedem Fahrer steht es frei, wann und wie lange er Pause machen will“, betonte Schmidt. Während es einigen reichte, eine selbst angestrebte Rundenzahl zu erreichen, versuchten andere an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit zu gehen.

Zu denen gehörten dieses Mal Peter Hakelberg vom Ollaner Radteam und Michael Arnswald von der Fahrradkette Dresden, die aufgrund der gleichen gefahrenen Rundenzahl und Gesamtzeit gemeinsam den ersten Platz in der Gesamtwertung belegten. Sie hatten es geschafft, 25 Runden in 22 Stunden und 28 Minuten zu fahren, was einer Gesamtstrecke von jeweils 695 Kilometern entspricht. Während Hakelberg damit gleichzeitig auch in der Altersklasse der Männer 18 bis 39 Jahre siegte, gewann Arnswald in der Altersklasse 50 bis 59 Jahre. „Natürlich hätten wir von der Zeit her noch eine weitere Runde fahren können, nachdem aber feststand, dass wir genug Vorsprung hatten, um mit 25 gefahrenen Runden zu gewinnen, haben wir beide aufgehört“, erklärte Arnswald nach der Siegerehrung.

„Der Peter und ich sind von Anfang an gemeinsam gefahren, da das Tempo perfekt passte“, meinte Arnswald. Der 50-Jährige hatte sich als Minimalziel eine Platzierung unter den ersten fünf vorgenommen und dementsprechend im Vorwege für den Marathon trainiert. Unter die ersten fünf wollte ebenfalls Hakelberg, der seit 2006 Radrennen fährt – jedoch ohne vorher groß trainiert zu haben. „Man muss bereit sein, zu beißen und zu leiden“, merkte der 33-Jährige an. Schließlich fahre man nicht gegen die Zeit, sondern „gegen den inneren Schweinehund“.

Den dritten Platz in der Gesamtwertung belegte Thomas Lange von der RSG Lübeck mit ebenfalls 25 Runden in 23:05 Stunden. Bei den Damen siegte Svea Wenzel (USC Kiel) mit 22 Runden und rund 610 Kilometern. Zweite wurde Levke Ose Erichsen (LTV Kiel Ost) mit 21 Runden (583 Kilometer) und Dritte wurde Heilwig Hinrichs (ebenfalls LTV Kiel Ost) mit 20 Runden (556 Kilometer).

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