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Handball-Oberliga : „Hätten nicht absteigen müssen“

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im letzten Heimspiel der Saison trifft Handball-Oberligist HSG Eider Harde am Sonnabend auf den MTV Herzhorn. Im Interview mit der Landeszeitung zieht Mannschaftskapitän Jörg Gosch Bilanz. „Wir hätten icht absteigen müssen“, sagt Gosch.

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2015 | 06:00 Uhr

Zwei Spiele noch, dann ist das Kapitel Oberliga für die Handballer der HSG Eider Harde beendet. Das Team um Mannschaftskapitän Jörg Gosch steht nach der 24:31-Niederlage beim HSV Handball II seit dem vergangenen Sonntag als dritter Absteiger neben dem TV Fischbek und dem TSV Mildstedt fest. Vor dem letzten Heimspiel am Sonnabend (16 Uhr) gegen den MTV Herzhorn zieht Jörg Gosch im Interview mit der Landeszeitung Bilanz.

Herr Gosch, statt DHK Flensborg, HSV Handball II oder SG Wift heißen die Gegner in der kommenden Saison HSG Tills Löwen, Bredstedter TSV und TSV Kronshagen. Wie schwer fällt der Abschied aus der Oberliga?

Das tut natürlich schon ein bisschen weh, denn wir hätten nicht absteigen müssen. Mannschaften wie Herzhorn, Hamburg-Nord oder Hamburg-Barmbek sind nicht besser als wir, sie haben nur eine bessere Saison gespielt. Wir haben leider zu selten unser wahres Gesicht gezeigt.

Woran lag das?

Wir wussten, dass es wieder eine verdammt schwierige Saison werden würde, nachdem wir in den Vorjahren mit Ach und Krach die Klasse gehalten haben. Vielleicht fehlte am Anfang so der rechte Glauben an die eigene Leistungsstärke. Zudem lief in dieser Saison alles schief, was schief laufen kann.

Was genau?

Wir hatten immer wieder verletzungsbedingte Ausfälle von Stammspielern. Dann war da die Unruhe im Umfeld und nicht zuletzt der Rücktritt von Trainer Christian Gosch (Mitte Februar, d. Red.). Das sind alles Dinge, die man im Abstiegskampf nicht brauchen kann.

Nach dem Wechsel von Christian Gosch zu Christian Voss auf der Trainerbank lief es besser. Hätte man sich früher von Christian Gosch trennen müssen?

Das kann man so nicht sagen, zumal wir uns ja nicht von Christian Gosch getrennt haben. Er hat von sich aus aufgehört. Christian Voss war allerdings ein Glücksfall. Einfach unglaublich, was der an Energie in den Verein und die Mannschaft steckt, obwohl er ja nur noch bis zum Saisonende weitermacht. Vielleicht hätten wir mit Christian Voss den Klassenerhalt geschafft, wenn er von Anfang an auf Trainerbank gesessen hätte. Im Nachhinein ist man immer schlauer. Aber das ist reine Spekulation. Wir Spieler haben uns mittlerweile mit dem Abstieg abgefunden. Das nimmt ein Stück weit Druck von uns und wir sind einfach etwas unbeschwerter als noch zu Saisonbeginn. Das hat sicherlich auch zu den guten Leistungen zuletzt beigetragen.

Der Kapitän bleibt an Bord. Warum wechseln Sie nicht zu einem anderen Oberligisten? An Angeboten dürfte es Ihnen doch nicht gemangelt haben.

Ja, es gab einige reizvolle Anfragen. Aber ich habe eine Verantwortung gegenüber der HSG Eider Harde und will helfen, den Umbruch einzuleiten. Wir einen starken Nachwuchs und gute Perspektiven, in den kommenden Jahren wieder den Sprung in die Oberliga zu schaffen.

Im letzten Heimspiel geht es gegen den Tabellenelften MTV Herzhorn. Ein dankbarer Gegner?

Mit Sicherheit. Gegen Herzhorn können wir noch einmal zeigen, dass wir durchaus oberligatauglich sind. Wir wollen uns mit einem Sieg von unseren Fans, die uns auch in dieser Saison wieder so fantastisch unterstützt haben, verabschieden.

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