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Hohenwestedt-Woche : Hademarscher Team gewinnt Dörfer-Turnier

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Teilnehmer und Besucher ließen sich die gute Laune auch durch das Wetter nicht zu trüben.

Die Gemeinde Hanerau-Hademarschen hat bei den Hallo-Partner-Spielen der Hohenwestedt-Woche triumphiert. Gleich bei ihrer zweiten Teilnahme konnten sich die Hademarscher in die Siegerliste des beliebten Dörferwettstreits eintragen. Die Vorjahressieger aus Jahrsdorf wurden Zwölfte, während die Hohenwestedter Gastgeber nur den vorletzten Platz vor Lütjenwestedt belegten.

„So schönes Wetter haben wir in Wacken selten“, scherzte der Landtagsabgeordnete Hans-Jörn Arp, als er den Hallo-Partner-Tag bei nur leichtem Regen eröffnete: „In Wacken wären wir froh, wenn wir so schönes Wetter hätten.“ Ziemlich heftige Regengüsse sollten im weiteren Tagesverlauf dafür sorgen, dass sich der Wackener in Hohenwestedt wie zu Hause fühlen konnte. Beim Rundgang mit den Bürgermeistern und übrigen Honoratioren konnte sich Arp zudem über einen Stand freuen, der ganz im Zeichen des „Wacken Open Air“ (WOA) gestaltet war. Die Jahrsdorfer hatten schon bei der Joker-Vorstellung ein an das Wackener Vorbild angelehntes Festivaltürmchen für ihr „Jahrsdorf Open Air“ (JOA) präsentiert und spielten dann den ganzen Tag über an ihrem mit WOA-Plakaten geschmückten Stand natürlich Heavy-Metal-Musik und servierten „Wacken-Nacken“-Bratenstücke im Brötchen sowie „Bloody Metal“-Cocktails mit Wodka und Sekt.

Der Stand gegenüber war von der Baustelle am Kanaltunnel in Rendsburg inspiriert: der rechte Eingang gesperrt, der linke nur einspurig begehbar. Ein Umleitungsschild gehörte zur Dekoration des Nienborsteler Standes, genauso wie ein Foto von einem früheren Baustellenschild an der B77, welches das Ende der Bauarbeiten für Ende 2013 angekündigt hatte. Drei „Leiharbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes“ samt Schubkarre (zum Ausruhen) hatten die Nienborsteler als Joker ins Rennen geschickt. Am Stand nebenan gab es als Hauptgericht „Krümelbürger“, zubereitet vom Krümelmonster und den übrigen Sesamstraßen-Figuren aus Remmels. Am Stafstedter bzw. „Schlumpfstedter“ Stand kredenzten 20 Schlümpfe ihre Lieblingsdrinks in Plastikspritzen: „Schlumpfkleckse“ und den „Schlumpftrunk“. Nebenan feierte der Weihnachtsmann aus Lütjenwestedt seinen Betriebsurlaub mit 20 Wichteln und weihnachtlichen Kekstüten für die Standgäste. Auch Ostern wurde am Hallo-Partner-Tag gefeiert, und zwar am Stand von „Oster(n)stedt“, wo als Osterhasen und Hühner kostümiertes Personal unter anderem „Hühnerbeine“ (Bratwurst), „Kikeriki“ (Bier) und „Rammler“ (Cola-Korn) servierte.

Das erste Hallo-Partner-Spiel war ab 11.20 Uhr das „Brückenbauen“ mit handlichen Holzelementen. Um 13.20 Uhr startete ein Biathlon-Wettkampf, bei dem wegen der nassen Straßen keine Rollschuhe und Inliner zum Einsatz kamen. Die Biathleten liefen ihre Runden, und mussten am Schießstand mit kleinen Armbrüsten auf die Zielscheibe anlegen. Fehlschüsse wurden mit je fünf Sekunden Wartezeit in einer Strafbox geahndet.

Warum sich die Mannschaften für das „???“-Spiel in Wild-West-Manier kostümieren sollten, wurde klar, als das Hallo-Partner-Team die geheim gehaltene Wettkampfdisziplin um 15 Uhr vorstellte. Auf einem Steckenpferd mussten die Spieler einen Hindernisparcours überwinden, um dann rittlings auf einem Holzpferd die HSV-Raute mit Dartpfeilen zu bewerfen. Nach einer Viertelstunde mit technischen Problemen brach Paul Pohl um 16.50 Uhr das abschließende Wasserspiel ab, bei dem möglichst viele „Goldnuggets“ (Kieselsteine) mit einem Saugschlauch aus dem Becken geholt werden sollten: „Wir können keine fairen Wettkampfbedingungen herstellen, und deshalb müssen wir dies Spiel aus der Wertung rausnehmen.“

Auf der „Jungen Bühne“ bereitete sich zu diesem Zeitpunkt gerade Schleswig-Holsteins beste Schülerband auf ihren Auftritt vor: „Pay Pandora“ aus Heide beendeten das Bühnenprogramm, nachdem zuvor bereits die „Burning Trees“ (Eutin), Lisa Seehase (Ammersbek), „Fools & Kings“, Pascal Dwars und „Gordon Shumway“ (alle aus Kiel) für musikalische Unterhaltung gesorgt hatten.

Um 21.05 Uhr verkündete Hohenwestedts Bürgermeister Holger Bütecke dann den Gesamtwertungs-Triumph des Teams aus Hanerau-Hademarschen, das mit 123 Punkten vor Nienborstel (118) und Reher (112) siegte. Der Pokal für den schönsten Stand ging an die Gemeinde Remmels, zum schönsten Joker wurden Batman, Batwoman und der „Joker“ aus Hennstedt gekürt, und mit dem Preis für das schönste „Wild West“-Kostüm wurden die Brinjaher belohnt, die mit Lucky Luke, Jolly Jumper, Rantanplan, den Daltons, einem Kaktus und weiteren Cowboys und Indianern zum „???“-Spiel anrückten.

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