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Obereiderhafen : Gutachter empfehlen Hotel-Neubau

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Projektentwickler Stefan Blau will Grundstück bis Ende Mai kaufen. Die Nobelherberge soll im Oktober 2019 eingeweiht werden.

Auf der Zielgeraden befindet sich das Projekt Obereiderhafen zwar noch nicht, aber es hat zumindest eine weitere Hürde genommen. Entwickler Stefan Blau aus dem bayerischen Starnberg informierte den Bauausschuss gestern darüber, dass sich der Betrieb eines Vier-Sterne-Superior-Hotels auf dem 1,4 Hektar großen innerstädtischen Filetstück wirtschaftlich rechnen würde. Blau berief sich auf ein Gutachten der Hamburger Gruppe RIMC, die in elf Ländern 50 Hotels betreibt und auch für die geplante Rendsburger Nobelherberge in den Startlöchern steht.

Das Hotel würde nach derzeitigen Kalkulationen etwa 17 Millionen Euro kosten. Es soll über bis zu 150 Zimmer verfügen. RIMC will es zum Teil einer internationalen Hotelkette machen. Vorteil: Ein bekannter Name stünde am Haus, und es wäre damit in ein weltweites Vermarktungs- und Reservierungssystem eingebunden. Zehn Prozent der Zimmer sollen im Rahmen des Konzepts „Boarding-Haus“ angeboten werden – quasi Hotelzimmer für Selbstversorger. Dass sich RIMC für den Standort Rendsburg interessiert, hat mehrere Gründe: die zentrale Lage in Schleswig-Holstein, die erstklassige Lage am Wasser in Rendsburg und eine Ergänzung der Achse Hamburg-Sonderburg. In beiden Städten betreibt die Gruppe ein Hotel. Rendsburg wäre das Bindeglied. RIMC will Angebote für Urlauber entwickeln, die allen drei Städten einen Besuch abstatten wollen.

Insgesamt rechnet Blau am Obereiderhafen mit Kosten von 23 bis 30 Millionen Euro. Das Hotel ist der kostspieligste Faktor, der Rest soll unter anderem in eine maritime Meile mit Geschäften und Restaurants investiert werden. Bis Ende Mai will Blau den Grundstückskaufvertrag mit der Stadt unter Dach und Fach bringen. Ende dieses Jahres soll der Bauantrag gestellt werden. Die Baugenehmigung erwartet Blau bis zum 31. Mai 2018. Bis dahin wird auch das endgültige Finanzierungskonzept stehen. „Wir wissen heute noch nicht, wie sich bis dahin die Baupreise entwickelt haben“, sagt Blau. Nachdem die exakten Kosten feststehen, wird die endgültige Entscheidung über das Projekt fallen.

Auch die Stadt hat bis dahin noch Hausaufgaben zu erledigen. Sollen Blaus Pläne Wirklichkeit werden, muss der Bebauungsplan für das Gebiet geändert werden. Derzeit dürfen Häuser mit maximal vier Geschossen am Obereiderhafen errichtet werden. Das Hotel jedoch soll siebenstöckig werden. Auch die Verkehrsregelung müsse laut Blau angepasst werden, damit der Verkehr aus dem Gebiet zügig abfließen könne.

Die Mitglieder des Bauausschusses zeigten sich von den Ausführungen angetan und kooperationsbereit. Vorsitzender Marc-Olaf Begemann (SPD) sprach von einer „spannenden Sache“. Die Stadt habe ein großes Interesse daran, das Projekt zu unterstützen. Bürgermeister Pierre Gilgenast hob hervor, dass die Zusammenarbeit mit Blau von Vertrauen geprägt sei. Auch mit Büdelsdorf gebe es ein großes Einvernehmen.

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erstellt am 22.Feb.2017 | 15:03 Uhr

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