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Gottesdienst für Mensch und Tier : Gut Schierensee: Friedensbotschaft im Rinderstall

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Mit Holsteiner-Warmblut-Pferden, französischen Limousin-Rindern und Kärntner-Brillenschafen erlebten die Gäste auf Gut Schierensee im Kreis Rendsburg-Eckernförde einen ganz besonderen Adventsgottesdienst mit Tradition. Auch Ministerpräsident Torsten Albig war dabei.

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erstellt am 09.Dez.2013 | 00:33 Uhr

Schierensee | Es ist der 2. Advent, Punkt 17 Uhr – der Tradtion nach Zeit für den ganz besonderen Gottesdienst auf Gut Schierensee. Bereits zum 14. Mal lud Gutsherr Günther Fielmann in den Stall, wo am Sonntag 1000 Menschen zwischen zahlreichen Tieren Platz nahmen. Zwischen Holsteiner-Warmblut-Pferden, französischen Limousin-Rindern und sogenannten Kärntner-Brillenschafen machten es sich Familien mit Decken gemütlich.

Als um Punkt 15.10 Uhr die Tore des Rinderstalls geöffnet wurden, hatte sich bereits eine beachtliche Schlange an Menschen vor den Toren versammelt. Nur für wenige der zahlreich erschienenen Gäste war ein Sitzplatz vorhanden. Wer kein Glück hatte, der konnte in der nebenan liegenden Bergehalle den Gottesdienst auf einer Großbildleinwand verfolgen.

„Wenn es sich ab Westensee staut, so wissen wir was für ein besonderer Moment auf uns wartet,“ lachte Pastor Matthias Wünsche, von der St.-Nikolai-Gemeinde in Kiel, der die Anwesenden Gäste begrüßte. Unter ihnen waren neben Gastgeber Günther Fielmann auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig und dessen Frau Gabriele sowie Ministerpräsident a.D. Peter Harry Carstensen. Beide Politiker lasen aus der Bibel.

Das große Kreuz an der Stirnseite der „Stall-Kathedrale“ leuchtete während des Gottesdienstes eindrucksvoll über den Köpfen von Mensch und Tier. „Diese Zeit lebt von Tradtionen – da ist dieser Stall in dem wir uns gerade befinden in seiner Ursprünglichkeit nicht zu verachten“, sagte Wünsche, gebar Maria doch ihren Sohn in einem Stall.

„In der Adventszeit kommen Himmel und Erde zusammen – eine Vorfreude der besonderen Art, auf ein ganz besonderes Fest“, predigte Landesbischof Gerhard Ulrich. Er mahnte sich zu erinnern, dass es nicht allen Menschen auf dieser Welt so gut gehe, wie „uns hier im Stall“, die Hunger erleiden müssten, obwohl die Ressourcen vorhanden seien. Die Fübitten sprach Weihbischof Hans-Jochen Jaschke, der Gott bat: „Schenke uns Licht, du Gott des Friedens.“

Der Kieler Knabenchor (Leitung Hans-Christian Henkel) und das Kieler Philharmonische Blechbläserensemble (Leitung Frank Henning) umrahmten musikalisch den Gottesdienst. Mit leisen und lauten Tönen, die beidermaßen für eine einzigartige Stimmung sorgten, wurde das Publikum in Weihnachtsstimmung versetzt.

Als Pastor Matthias Wünsche den Gottesdienst nach rund eineinhalb Stunden schloss, verkündete der Geistliche noch eine frohe Botschaft. „Herr Fielmann hat mir gerade zugeflüstert, dass wir uns auch im nächsten Jahr hier wieder treffen dürfen.“

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