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Handball : Gunnar Kociok ist zu allen Schandtaten bereit

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Trainer der neu formierten HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg fordert den souveränen Klassenerhalt in der Handball-Oberliga HH/SH und liebäugelt mit höheren Zielen.

shz.de von
erstellt am 28.Aug.2013 | 17:22 Uhr

In der letzten Saison ist die HSG Schülp/Westerrönfeld mit gerade einmal zwei Punkten Vorsprung am Abstieg vorbeigeschrammt. Das soll in der am Wochenende beginnenden Serie nicht noch einmal passieren und deshalb hat sich in Gunnar Kocioks Team einiges verändert.

So hat der Verein sich mit den Handballern des Rendsburger TSV zusammengetan und heißt nun HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg. Außerdem ist personell einiges passiert. Sechs neue Spieler konnten angeheuert werden, während mit Marvin Lorenzen nur ein Akteur das Team verließ. Und all das, ohne Gehälter zu bezahlen, wie Gunnar Kociok beteuert. Der wohl bekannteste Neuzugang ist sicherlich Niklas Ranft, der seine Oberligatauglichkeit vorher beim MTV Herzhorn unter Beweis gestellt hat. Der Rückraumschütze war im letzten Jahr mit 170 Toren von Halbrechts drittbester Werfer der Liga und ist somit eine richtig große Verstärkung für seinen neuen Verein. Groß sind auch Philipp Moreau und Finn Dethlefsen. Die beiden Youngster sind mit über zwei Metern die längsten Spieler, allerdings ruhen natürlich auch aufgrund ihres handballerischen Geschicks Kocioks Hoffnungen auf ihnen. Dethlefsen kommt eigentlich aus Fockbek und spielte zuletzt in der dritten Mannschaft der SG Flensburg/Handewitt, nachdem er dort einige Jahre in der Jugend verbracht hatte. „Er war zwar jetzt längere Zeit außer Gefecht, ist jedoch ein richtiges Talent im Rückraum“, freut sich Kociok. Moreaus Vater ist für ihn ein alter Bekannter. Frank Moreau spielte nicht nur beim THW Kiel, sondern auch unter Kociok zu Regionalligazeiten beim Büdelsdorfer TSV. Dessen 19-jährigen Sohn lockte er vom THW an den Kanal und hofft, dass der Kreisläufer nicht nur aufgrund seiner Größe eine wichtige Stütze im Team werden wird.

Während diese beiden schon ein Jahr Männerhandball hinter sich haben, kommt Fabian Cohrt aus der Kronshagener A-Jugend. Der Bruder von Christopher Cohrt soll den Rückraum verstärken. Für die Linksaußenposition stößt Leonard Jöhnk, ebenfalls aus Kiel, zur HSG. „Ein richtig guter Spieler, jetzt schon“, lobt Kociok den 19-Jährigen. Christian Cardis vervollständigt die Zugänge als „alter Bekannter“. Der Linkshänder beackerte bis vor zwei Jahren die rechte Außenbahn der Westerrönfelder und kehrt nun aus der Nähe von Münster nach beruflicher Abwesenheit zurück. „Insgesamt haben wir für jede Position einen Neuzugang“, strahlt Kociok über seine Zugänge.

Der Trainer steht nun allerdings vor ganz neuen Herausforderungen. Die Spieler müssen integriert werden, gleichzeitig müssen die Altgedienten für den neuen Konkurrenzkampf motiviert werden. „Es war hier jahrelang so, dass jeder, der beim Abschlusstraining den Arm gehoben hat, auch gespielt hat. Jetzt ist das anders. Wir können auf jeder Position eins zu eins wechseln, da muss sich jeder neu beweisen, um im Kader zu sein. Ich hoffe, dass wir alle so clever sein werden, zu begreifen, dass es um die Mannschaft geht und nicht um den Einzelnen“, sagt Kociok. Es sei für ihn als Trainer ein gutes Gefühl, endlich wieder mit so vielen Leuten arbeiten zu können.

Die erste Nagelprobe der neuen Spielzeit erfolgt am Sonnabend um 18.30 Uhr bei der SG Wift (KSV-Halle), doch drei Westerrönfelder Ausfälle stehen jetzt schon fest. Finn Dethlefsen fehlt wegen eines Strecksehnenrisses im Finger, Kevin Schöler ist im Urlaub und Niklas Ranft hat sich am Knie verletzt, Diagnose noch unklar. Was am Ende in der für Kociok insgesamt stärker gewordenen Liga herausspringen soll, umschreibt er so: „Wir wollen ohne Probleme durch das Jahr kommen. Danach bin ich für jede Schandtat bereit. Es kommt darauf an, was wir aus unseren Möglichkeiten machen, das ist jetzt die hohe Kunst.“

Der Kader

Zugänge: Christian Cardis (ASV Senden), Fabian Cohrt (TSV Kronshagen A-Jugend), Finn Dethlefsen (SG Flensburg/Handewitt III), Philipp Moreau (THW Kiel III), Leonard Jöhnk (THW Kiel III), Niklas Ranft (MTV Herzhorn), Detlef Horst (Co-Trainer).
Abgänge: Marvin Lorenzen (beruflich nach Hamburg).

Tor: Florian Töllner Nils Martensen, Bastian Burchert
Feld: Niklas Ranft, Leonard Jöhnk, Christopher Cohrt, Philipp Moreau, Finn Dethlefsen, Janek Fisch, Jens-Christian Woldt, Ronny Hohnsbehn, Christian Cardis, Fabian Cohrt, Niklaas Seehase, Matteo Hennigs, Dennis Schrader, Patrick Petriesas, Dany Jüschke, Kevin Schöler, Patrick Schöler.
Trainer: Gunnar Kociok. Co-Trainer: Detlef Horst.


 

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