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Dienstältester Beamter : Günter Wischnewski verlässt die Verwaltung nach 48 Jahren

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im Interview spricht Günter Wischnewski über seine Zeit im Kreishaus.

Vor 48 Jahren begann Günter Wischnewski (65) seine Verwaltungslehre beim Kreis Rendsburg – jetzt geht er in den Ruhestand. Nach Stationen im Bauamt, bei der Verkehrs- und Bußgeldbehörde, als Leiter des Rettungsdienstes und zuletzt Leiter des Fachdienstes Allgemeine Ordnungsverwaltung und Verkehr ist er nun von Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer verabschiedet worden. Für die Verwaltung sei es ein einschneidendes Ereignis, dass der dienstälteste und hochengagierte Kollege in den Ruhestand gehe, sagte Schwemer. Wischnewskis direkter Vorgesetzter, Dr. Thilo Rohlfs, sprach von großer menschlicher und fachlicher Unterstützung durch den ehemaligen Fachdienstleiter. Mit Redaktionsmitglied Tilmann Post sprach Günter Wischnewski über seine Zeit in der Kreisverwaltung.

 

Weshalb haben Sie sich vor fast 50 Jahren für die Verwaltung als Beruf entschieden?

Eigentlich wollte ich Polizist werden, das war meinen Eltern aber zu gefährlich. Deshalb machten sie den Vorschlag, Verwaltungslehrling zu werden. Ich wusste damals gar nicht, was auf mich zukommt.

 

Nun schienen Sie sich kaum vom Dienst lösen zu können...

Ich habe insgesamt neun Monate länger gearbeitet. Eigentlich hätte ich auch schon zum Ende November 2013 in Ruhestand gehen können. Das hatte aber eher mit preußischem Pflichtbewusstsein zu tun. Wegen der Neuordnung des Fachbereichs gab es Leitungsstellen, die noch nicht besetzt waren. Die Bürger haben aber ein Recht auf eine funktionierende Verwaltung, deshalb habe ich meine Abteilung erst ordnungsgemäß übergeben, als das auch möglich war. Sonst hätten 60 Mitarbeiter ohne Führungskraft dagestanden. Mein persönliches Ziel war es aber, vor meinem 66. Geburtstag zu gehen – der ist im November.

 

Sie wurden 1983 Leiter der Verkehrsbehörde auch wegen Ihrer Sprachkompetenz, richtig?

Ja, ich konnte Plattdeutsch sprechen, das war von Vorteil und von meinem Vorgesetzten gewünscht. Bei Ortsterminen etwa mit alteingesessenen Bürgermeistern brach das Eis sehr schnell, wenn ich Platt gesprochen habe.

 

Was machen Sie im Ruhestand?

Ich habe keine Pläne, das muss sich entwickeln. Auf jeden Fall mehr Zeit mit der Familie verbringen, meine Frau und ich haben zwei Enkelkinder. Außerdem wartet Gartenarbeit zu Hause in Nübbel. Dort bin ich erster stellvertretender Bürgermeister und will der Kommunalpolitik auch noch erhalten bleiben.

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erstellt am 25.Sep.2014 | 06:00 Uhr

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