zur Navigation springen
Landeszeitung

19. Oktober 2017 | 22:44 Uhr

Entwarnung : Grundschulen bleiben erhalten

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Schulverband des Amtes Nortorfer Land gibt Entwarnung: Nachdem die Sorgen einiger Eltern laut wurden, gab sich Schulverbandsvorsteher Jochen Runge optimistisch. Die Schulstandorte seien für die nächsten Jahre zu 99,9 Prozent gesichert.

von
erstellt am 08.Okt.2013 | 06:15 Uhr

Die Schulstandorte im Amt Nortorfer Land sind gesichert – das teilte Schulverbandsvorsteher Jochen Runge gestern mit. Wer seine Kinder einschult, der könne auch davon ausgehen, dass diese bis zur weiterführenden Schule in der Grundschule bleiben können. Zwar könne man nicht weit in die Zukunft gucken, „aber die nächsten vier bis fünf Jahre sind sicher“, sagte Runge.

Grund zur Sorge hörte man zuletzt aus Timmaspe. Denn derzeit wird die Leitung aufgrund sinkender Schüler nur kommissarisch geführt, ob ein neuer Schulleiter eingestellt wird, sei noch nicht sicher. Fakt ist: Die Timmasper Schule hat momentan 94 Schüler. „80 ist die magische Zahl“, erklärt Ulrich Reimer, Verwaltungsbeamter des Amtes Nortorfer Land. Wenn eine Schule unter 80 Schüler hat, so werde die Eigenständigkeit entzogen, die Schule müsse sich mit einer anderen zusammenschließen und eine gemeinsame Leitung haben. So beispielsweise die Schule in Bargstedt, die eine Außenstelle der Nortorfer Grundschule ist. „Doch nur, weil eine Schule weniger als 80 Schüler hat, heißt das nicht, dass diese auch geschlossen wird“, erklären Reimers und Runge. Kritisch werde es, wenn eine Schule unter 40 Kinder betreuen würde, „doch auch das könnte meiner Meinung nach funktionieren“, sagte Runge, der sich politisch dafür einsetzt, dass die „magische 80“ im Schulgesetz nach unten gedrosselt wird.

Denn teilen sich Schule und Schulstandort eine Schulleitung, so müssen Lehrer und Leitung zwischenfahren, die Fahrkosten- und Zeit müssen übernommen werden. Da sich die Besoldung für Schulleiter an der Anzahl der Schüler hält, sei es auch finanziell sinnvoller, an kleinen Schulen die Eigenständigkeit zu behalten, sind sich Runge und Reimer einig. „Aber kommissarischer Leiter hin oder her, auf Ewigkeit kann man das bestimmt nicht sagen, aber zu 99,9 Prozent sind unsere Schulstandorte für die nächsten Jahre sicher“, betonte der Schulverbandsvorsteher. „Und davon mal abgesehen, haben alle Schulen im ländlichen Raum das gleiche Problem“, fügt Ulrich Reimer hinzu, „vom ÖPNV über den demografischen Wandel bis hin zur freien Schulwahl – viele Faktoren spielen in der Entwicklung einer Schule eine wichtige Rolle. Und viele sind weitgehend nicht vorhersehbar.“

Derzeit verteilen sich 665 Grundschüler auf vier Schulen in sechs Schulstandorten im Amt, laut Schulentwicklungsplan sollen es 2017/18 595 sein. Der Rückgang sei verkraftbar, wenn man bedenke, dass viele Schulen mit Einbrüchen von bis zu 40 Prozent rechen. Zudem sei der Schulentwicklungsplan lediglich eine Prognose. „Zuzüge, mögliche Neubaugebiete, Gästekinder – man kann nie sagen, wie sich das genau entwickeln wird, die Zahlen können auch gleich bleiben“, sagte Ulrich Reimer.

Fest stünde, dass der Schulverband weiterhin in seine Schulen investieren wolle. „Im Vergleich zu anderen Schulen im Kreis sind unsere wirklich top“, betonte Runge. „Und wir werden weiterhin für unsere Schulen kämpfen“, gab Reimer einen optimistisch Blick in die Zukunft.

 

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen