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Osterrönfeld : Grünes Licht für die Bögl-Bagger

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Baukonzern will nächste Woche Bauantrag für neues Werk am Rendsburg Port stellen, darf mit Erdarbeiten aber schon beginnen.

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2013 | 08:24 Uhr

osterrönfeld | "In dieser Region entwickeln sich Themen dynamisch", betonte Klaus-Hinrich Vater bei einem Empfang der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Kiel im Verwaltungsgebäude der Volksbank-Raiffeisenbank. Er denke an Tourismus und Stadtmarketing, an Nahverkehr und überregionale Verkehrsstraßen, sagte der IHK-Präsident am Mittwochabend vor 50 Gästen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft.

Im Bereich Tourismus tue sich einiges in Rendsburg, Büdelsdorf, Oster- und Westerrönfeld, aber auch im weiteren Landkreis, sagte Vater. Der neue touristische Standort in den Hüttener Bergen mit der Globetrotter-Akademie am Aschberg verweise auf vorhandenes Potential. Die Kunstausstellung NordArt in Büdelsdorf habe sich bundesweit Beachtung erarbeitet und entfalte zusammen mit dem Schleswig-Holstein Musikfestival touristische Sogwirkung. Die Lichtinstallation der Eisenbahnhochbrücke werde ein besonderes Highlight für Einheimische und Touristen sein, zeigte sich Vater überzeugt. "Als IHK zu Kiel unterstützen wir dieses Projekt gern."

Der Raum Rendsburg brauche für seine weitere Entwicklung ein geschlossenes Verkehrskonzept mit einer weiteren Kanalquerung neben dem dann sanierten Kanaltunnel, sagte der IHK-Präsident. "So geben wir der Dynamik in der Region eine Chance, sich regional und überregional entfalten zu können."

Raimer Kläschen, Amtsvorsteher des Amtes Eiderkanal, hob in seinem Grußwort das "hervorragende" Zusammenspiel von Wirtschaft und Politik in der Region hervor. Er zeigte sich von der wachsenden Bedeutung des Schwerlasthafens "Rendsburg Port" am Nord-Ostsee-Kanal und dem angrenzenden Gewerbegebiet überzeugt. Hier werde in vier Wochen mit den Erdarbeiten auf den Flächen begonnen, auf denen das Unternehmen Max Bögl seine Produktionsstätte errichten werde, teilte Kläschen den Anwesenden mit.

"Die Firmengruppe Max Bögl wird nächste Woche den Bauantrag für das neue Werk einreichen", bestätigte Bögl-Sprecher Jürgen Kotzbauer gestern. Weitere Informationen könne man erst nach Erteilung des Baurechts mitteilen. Bögl will noch in diesem Jahr mit der Produktion von Hybrid-Turmsegmenten für Windkraftanlagen beginnen und diese über den Rendsburg Port verschiffen. Mit den Baggerarbeiten dürfte das Unternehmen ab sofort beginnen. Nach Auskunft von Kreis-Pressesprecher Martin Schmetje habe das Bauamt eine Teilgenehmigung für den Aushub des geplanten Geländes bereits erteilt.

Bögl-Sprecher Kotzbauer sagte auf die Frage, ob es mit Amtsvorsteher Raimer Kläschen abgesprochen war, den Baubeginn öffentlich zu verkünden: "Dazu möchten wir uns nicht äußern."

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