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Landeszeitung

23. Oktober 2017 | 08:45 Uhr

Grüne sind Gewinner

vom

Bündnis mit einem Sitz mehr / CDU gibt ein Mandat ab

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Nortorf | "Wir haben wirklich alles Erdenkliche getan, ich kann mir das beim besten Willen nicht erklären", sagt Bürgermeister Horst Krebs und schüttelt den Kopf. Von 5599 Wahlberechtigten in der Stadt, fanden lediglich 2508 den Weg ins Wahlbüro. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von nur 44,8 Prozent (2008 waren es 46,7 Prozent). Bereits im Wahlkampf habe man gemerkt, dass kein Interesse an der Kommunalpolitik bestehe, bedauerte Krebs. Vielleicht läge es daran, dass die Parteien im Großen und Ganzen das gleiche Ziel verfolgen, "nur der eine wählt den, und der andere den anderen Weg", so Krebs Erklärung.

Die Gewinner des Abends waren die Grünen. Im Vergleich zu 2008 erzielte die Partei ein Plus von 5,4 Prozent. "Ein bisschen haben wir schon im Vorfeld damit gerechnet", gestand Angelika Bretschneider. Mit einer der beiden großen Volksparteien wolle man sich nicht verbünden. "Das haben wir gar nicht nötig. Und man hat ja auch in der Vergangenheit gesehen, dass wir uns nicht verbünden mussten", berichtete Bretschneider. Die FDP behält ihre beiden Sitze im Stadtparlament, trotz einem hohen Verlust von 6,2 Prozent. "Das Ergebnis war zu erwarten", berichtete Holger Krüger. "Ich habe ehrlich gesagt mit einem Ergebnis von fünf bis sieben Prozent gerechnet. Dass wir jetzt 7,7 erzielt haben, ist vollkommen in Ordnung", so Krüger.

Die SPD behielt ihre sechs Sitze und konnte sich über ein Plus von 1,3 Prozent freuen. Einbüßen musste hingegen die CDU. Mit einem Verlust von 0,6 Prozent verliert die Partei einen Sitz, und hat damit statt bisher neun nun acht Sitze. "Wir haben ein Top-Ergebnis erzielt", freute sich Bürgermeister Horst Krebs dennoch, "wir sind wirklich sehr zufrieden", hieß es aus der CDU-Fraktion. Bereits frühzeitig freute man sich ebenfalls über den sicheren Einzug von Torben Ackermann in den Kreistag. "Ackermann ist überhaupt kein Problem", stellte Horst Krebs während der Auszählung fest, "der kommt sicher durch." Mit 46,6 Prozent und einem Plus von fast vier Prozent im Vergleich zu 2008 zog Ackermann in den Kreistag ein.

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