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Grüne Oase im Zentrum für alle Generationen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Wohnprojekt „Rendsburger Höfe“ in der Neuen Straße / Abriss der alten Häuser erst Ende dieses Jahres

von
erstellt am 17.Okt.2014 | 10:55 Uhr

Zwölf moderne Wohnungen mitten in der Innenstadt – dieser Plan wurde zu Beginn des Jahres vorgestellt und fand auf einer Versammlung großes Interesse. Doch die maroden Häuser in der Neuen Straße, die dem Neubau-Projekt weichen sollen, sind noch nicht einmal abgerissen. „Wir arbeiten mit Hochdruck“, erklärt Sabine Freyer von der Firma Ting Projekte aus Schwentinental. Aber: Noch sind nicht 80 Prozent der Wohnungen vergeben. Das ist aber Voraussetzung für den Baubeginn des genossenschaftlichen Projektes.

Unter dem Namen „Rendsburger Höfe“ will das Unternehmen barrierefreien Wohnraum schaffen. Wohnungen von 57 bis 117 Quadratmeter, Terrassen und Balkone in Südausrichtung sowie ein Aufzug über alle Ebenen sind geplant. Dazu ein begrünter Innenhof, der von allen Parteien genutzt werden kann – auch für gemeinsame Aktivitäten. Finanziert wird das Projekt durch die Einlagen der Bauherren. Diese zahlen einmalig ab 49 500 Euro, dazu kommt ein monatliches Nutzungsentgeld. Das sei nur ein Viertel der Kosten, die für den Kauf einer Eigentumswohnung anfallen, erläutert Sabine Freyer. Daher seien die Wohnungen auch für Leute attraktiv, die beruflich gut situiert sind und zentral leben möchten und „nicht gleich in einem Einfamilienhaus im Grünen“.

Dass sich noch nicht ausreichend Interessenten gefunden haben, entmutigt die Unternehmer nicht. Auch wenn ursprünglich der Baubeginn für April dieses Jahres geplant war, die ersten Wohnungen im Frühjahr 2015 bezogen werden sollten. „Das Grundstück ist gekauft, die Bauanträge sind gestellt, die Bauunternehmen ausgewählt“, sagt Kauffrau Sabine Freyer. Noch in diesem Jahr würden die Häuser Neue Straße 1 und 2 abgerissen werden.

Auch das Grundstück Neue Straße 3 gehört zu dem Bauprojekt. Hier klafft momentan eine Lücke, auf dem leeren Gelände parken Autos. Auf dieser Fläche entsteht später der begrünte Innenhof, lediglich zwei Kurzzeitparkplätze in der Nähe des Aufzuges wird es geben – zum Be- und Entladen.

Die Mitarbeiter von Ting Projekt wissen um die wenig schöne unmittelbare Umgebung der „Rendsburger Höfe“: Wer die Neue Straße von der Schleifmühlenstraße aus betritt, sieht als erstes unschöne Fassaden. Auch Haus Nummer 4 ist kein Schmuckstück. Allerdings liegt hier auch die Rückfront des neuen Ärztehauses. Zudem waren die Mitarbeiter bei einem Besuch der Innenstadt angetan von der Atmosphäre. Wenn sich bei Hertie etwas bewege, würde sich das auch positiv auswirken, heißt es. Und: „Wir wollen eine Oase im Zentrum schaffen“.

„Wir sind überzeugt, dass es etwas wird“, erklärt Sabine Freyer. Bisher hat Ting Projekt in Schleswig-Holstein 220 Wohnungen geschaffen, immer nach dem Genossenschaftsprinzip. Dieses eigne sich auch für junge Familien, denn die Anteile könnten wieder verkauft werden. Und eine Durchmischung mit jungen und alten Bewohnern sei ganz im Sinne des Projektes.

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