Grüne fordern die Bahn bis Seemühlen-Nord

Pro Bahn: Sascha Werth (links) und Norbert Klan wollen sich für die Stadtbahn vom Rendsburger Bahnhof nach Seemühlen einsetzen.
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Pro Bahn: Sascha Werth (links) und Norbert Klan wollen sich für die Stadtbahn vom Rendsburger Bahnhof nach Seemühlen einsetzen.

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04. Januar 2015, 14:20 Uhr

Grüne Kelle, grünes Parteibuch: Als der Sonderzug zur Feier der neuen Regionalbahn nach Kiel gestern um 10.38 Uhr den Bahnhof verließ, waren auch Rendsburger Kommunalpolitiker der Grünen mit an Bord. „Wir begrüßen die neue Linie, aber in die Freude mischt sich ein Wermutstropfen“, sagte Fraktionsvorsitzender Klaus Schaffner. Es wäre weitaus besser, wenn der Zug vom Rendsburger Bahnhof weiter nach Seemühlen-Nord fahren würde, meinte der Stadtvertreter.

Der Zug habe in Rendsburg 46 Minuten Wartezeit, bevor er wieder in Richtung Kiel starte, bemängelte Ratsherr Norbert Klan. „Die Gleise sind da, der Zug ist da, das Personal ist da.“ Das sei eine klare Verschwendung von Steuergeldern, meinte der Finanzexperte.

Nach bisherigen Berechnungen müsste Rendsburg – vor allem für den Bau der Haltestationen – etwa 180  000 Euro in die drei Kilometer lange Verbindung, die im Stadtteil Seemühlen endet, investieren. „Da die Gleise der Stadt gehören, könnte sie diese an die Bahn verkaufen oder ein Nutzungsentgeld verlangen“, sagte Sascha Werth. „Dann wären die Investitionen schnell wieder drin.“ Das gesamte Projekt kostet jedoch zwischen vier und fünf Millionen Euro. Ein Großteil soll vom Land Schleswig-Holstein beziehungsweise von der Bahn aufgebracht werden.

Fraktionschef Klaus Schaffner bedauerte, dass es im Rendsburger Senat noch keine Entscheidung für die Bahnverbindung nach Seemühlen-Nord gegeben hat. Er kündigte an: „Wir werden uns massiv dafür einsetzen, dass es ein positives Votum aus Rendsburg gibt.“

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