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1. Basketball-Regionalliga : Großer Abend für Björn Rohwer

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der 19-jährige Center der Rendsburger Basketballer führt sein Team zum vierten Sieg in Folge.

von
erstellt am 10.Nov.2014 | 05:43 Uhr

Bevor am Sonntagabend der „Polizeiruf 110“ über Millionen Fernseher in Deutschland flimmerte, gab es am Abend zuvor in der Rendsburger Herderhalle einen Krimi der sportlichen Art, der dem TV-Krimi an Spannung in Nichts nachstand. In einem hochdramatischen Spiel rangen die Basketballer der Rendsburg Twisters den DBV Charlottenburg/TuS Lichterfelde mit 98:93 (24:20, 43:41, 61:54, 82:82) nach Verlängerung nieder und feierten in der 1. Regionalliga Nord den vierten Sieg in Folge.

463 begeisterte Zuschauer verwandelten die Halle in ein Tollhaus, als nach 45 intensiven Minuten die Schlusssirene ertönte und der 98:93-Erfolg in Stein gemeißelt war. 1,7 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte Kevin Schaffartzik es zunächst mucksmäuschenstill werden lassen, als er mit einem Drei-Punkte-Wurf zum 82:82 traf. „Die haben am Ende aus allen Lagen getroffen “, wunderte sich Trainer Bjarne Homfeldt. Aber es war nicht allein die Treffsicherheit der Gäste, sondern auch Schwächen der Twisters, die zur Verlängerung führten. „Wir haben viele einfache Fehler gemacht“, sagte Kapitän Morris Brodersen. Insbesondere er selbst und Peter Marcic offenbarten ungewohnte Mängel von der Freiwurflinie. Der Slowene traf nur 50 Prozent seiner Versuche, Brodersen gerade einmal 23 Prozent – indiskutable Werte für die beiden Rendsburger. „Wenn wir diese Würfe besser treffen, ist die Partie viel früher entschieden“, so Brodersen.

Insgesamt war es das von Homfeldt prognostizierte „Duell auf Augenhöhe“. Es blieb zu jeder Zeit knapp. Zwölf Mal wechselte die Führung. Der größte Vorsprung der Twisters belief sich auf zehn Punkte, die höchste Führung der Gäste waren vier Zähler. Einen ganz großen Abend hatte Twisters-Center Björn Rohwer. In Abwesenheit seiner Vertreter Christoph Brunk und Jannek Schmitt drehte der Jugend-Nationalspieler ordentlich auf. Neben seiner fünf geblockten Würfe durfte er sich über ein Double-Double freuen (28 Punkte/12 Rebounds). „Seine Leistung hat uns in vielen Phasen getragen“, gab es ein Sonderlob seines Trainers. Der beste Schütze des Abends, er versenkte drei Dreier, gab sich anschließend gewohnt bescheiden. „Das hat Spaß gemacht. So ein Sieg vor dieser Kulisse ist einfach überragend“, erklärte Rohwer. Und woher kommt diese Leistungsexplosion? „Ich war zuletzt mental in einem Tief und hatte mir vorgenommen, ganz locker in das Spiel zu gehen. Das hat geklappt“, sagte der 2,12-Meter-Mann entspannt. Die Gelassenheit konnte er sich leisten, denn der Fall im Samstagskrimi war ja gelöst.

Twisters: Brodersen (13/1x3), Hillner, Schütze (4), Marcic (21/2x3), Sopha, Rohwer (28/3x3), Störtenbecker (2), Basylev (2), Schlemmer (5/1x3), Rinner, Kibi (23).

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