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Erfde : Große Verwirrung um eine vermisste Parkbank

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Handarbeitsgruppe der Hausfrauen-Union spendete ein Möbelstück für den „Platz der Begegnung“. Niemand informierte sie über den „Umzug“ ins Stapelholm-Huus.

shz.de von
erstellt am 15.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Erna Wiermann und ihre Mitstreiterinnen von der Handarbeitsgruppe der Hausfrauen-Union in Erfde machen sich Sorgen. Eine von ihnen gestiftete Parkbank sollte eigentlich auf dem Platz der Begegnung an der St. Marien - Magdalenen-Kirche stehen. Dort laden auch zwei Bänke zum Sitzen unweit der rund 750 Jahre alten Dorfeiche ein. An der einen Bank prangt ein Spenderschild, allerdings nicht an der eigens angefertigten Bank, die von der Handarbeitsgruppe in Alt Bennebek extra in Auftrag gegeben wurde.

„Wo ist unsere Bank?“, fragen sich Erna Wiermann, Anne Rolfsen, Martha Paris, Liane Stuck und Frauke Klodius. Im vergangenen Jahr hatte die Erfder Handarbeitsgruppe aus den Erlösen ihres Basars eine handgefertigte Bank als Spende für den Platz der Begegnung übergeben. Da der Platz allerdings nicht rechtzeitig fertig gestellt werden konnte, wurde die Bank zum Überwintern im kirchlichen Gemeindehaus eingelagert. Das Spenderschild wurde nun aber ummontiert und an der industriell gefertigten Bank befestigt.

Des Rätsels Lösung befindet sich nur wenige Kilometer entfernt im Stapelholm-Huus im Ortsteil Bargen. Dort, im Kultur- und Kommunikationszentrum der Gemeinde an der Eiderstraße, steht die besagte Bank im Warmen und Trockenen vor einer Heizung und dient dort als „Ruhezone“. Dass überhaupt ein Rätsel aus der Angelegenheit wurde, scheint an mangelnder Kommunikation zu liegen. Denn dass die Bank aus Kiefernholz dort untergekommen ist, hat den Damen der Handarbeitsgruppe aber keiner gesagt, daher die Aufregung. Dabei gibt es für den Umzug der Holzbank gute Gründe.

„Die Bank ist für den Außenbereich nicht wirklich geeignet“, sagt Hauke Siem vom Bauhof Erfde. Unter normalen Witterungsbedingungen gibt er ihr gerade einmal zwei Jahre unter freiem Himmel. Eine Lebensdauer, die, darin sind sich Siem und Erfdes Bürgermeister Thomas Klömmer einig, viel zu kurz wäre für die schöne Spende, für die sie sehr dankbar sind. Im Stapelholm-Huus fand sich ein Platz, wo die Bank laut Klömmer „sinnvoll in einer gemeindlichen Einrichtung aufgestellt“ werden konnte. Siem betont zudem, dass sie auf dem Platz der Begegnung massiv befestigt werden müsste, um vor Diebstahl gesichert zu sein. Dort steht auch noch eine zweite Bank von den Konfirmanden des vergangenen Jahres, die identischen Modelle passen laut Siem auch optisch besser zusammen.

Jetzt soll in Erfde miteinander geredet werden. Klömmer: „Ich werde mit den Damen der Handarbeitsgruppe sprechen. Wenn sie unbedingt möchten, dass die Bank draußen aufgestellt wird, dann stellen wir auch eine dritte Bank dorthin. Es wäre aber sehr schade, wenn sie nach kurzer Zeit kaputt ginge.“

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