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Bundestagswahl : Große Enttäuschung bei der SPD

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Trotz eigener Stimmzuwächse zeigte sich der SPD-Kandidat Sönke Rix aus Eckernförde sehr enttäuscht von dem Wahlergebnis seiner Partei. Aber Peer Steinbrück wollte er nicht für die Niederlage verantwortlich machen.



Nein, an Peer Steinbrück habe es nicht gelegen, dass die SPD so klar gegen die CDU verloren hat, sagte ein ernüchterter und tief enttäuschter SPD-Direktkandidat Sönke Rix aus Eckernförde. Grund für die verlorene Bundestagwahl sei vielmehr die weit verbreitete Prognose gewesen, dass die SPD ohnehin keine Chance für einen Regierungswechsel habe, vermutet Rix, der wieder dem Bundestag angehören wird, da er den 3. Platz auf der Landesliste hält. Die „positive Stimmung im Wahlkampf“ sei eine ganz andere gewesen als das nun vorliegende Ergebnis. Vielleicht hätten die Menschen der SPD auch nicht abgenommen, dass sie bereit sei, aus Fehlern zu lernen.

„Es gibt eine klare Siegerin, Frau Merkel. Das muss man anerkennen“, sagte die Landtagsabgeordnete Serpil Midyatli (MdL). Positiv für die SPD in Schleswig-Holstein sei aber die Tatsache, dass sie anders als im Bund im Land 33 Prozent der Stimmen geholt und damit den Aufwärtstrend bestätigt habe.

Den Weg in die Eckernförder SPD-Geschäftsstelle in der Ottestraße fanden gestern Abend auch die Europa-Abgeordnete Ulrike Rodust, der ehemalige Bürgermeister und Innenminister Klaus Buß sowie der ehemalige Eckernförder Bürgervorsteher Dr. Jürgen Anbuhl.

„Ich bin sehr enttäuscht. Wir haben in ganz Schleswig-Holstein einen sehr intensiven Wahlkampf geführt“, sagte Rodust. Auch sie habe bei ihrer Wahlkampftour durchs Land eine Wechselstimmung der Wähler bemerkt. Buß und Anbuhl bescheinigten der SPD-Eckernförde eine sehr gute Arbeit. „Ihr habt einen guten Wahlkampf geleistet“, waren sich beide einig.

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