Große Belastung für Straßen und Gemeindewege

Gemeinsam helfen sie – der Arbeitskreis Abschiebungshaft: Pastor Hans-Joachim Haeger, Berta Ott, Gisela Hamann, Hans Christian Segeberg, Christa Gottlob und Dr. Martin Hegemeier (von links). Foto: Sopha
Gemeinsam helfen sie – der Arbeitskreis Abschiebungshaft: Pastor Hans-Joachim Haeger, Berta Ott, Gisela Hamann, Hans Christian Segeberg, Christa Gottlob und Dr. Martin Hegemeier (von links). Foto: Sopha

Biogas: Schwerpunkt der Gespräche zwischen Amt und Kreis

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21. Oktober 2011, 08:07 Uhr

JEVENSTEDT | Erwartungen formulieren, Wünsche äußern, Hinweise geben: Das konnten - und sollten - die Bürgermeister der zehn Gemeinden sowie Vertreter des Amtes Jevenstedt beim Besuch von Landrat Rolf-Oliver Schwemer in Jevenstedt. "Die Kreisverwaltung will mit den Ämtern in einen Dialog kommen", erklärte Schwemer den Hintergrund des Gesprächs, zu dem er gemeinsam mit dem leitenden Kreisverwaltungsdirektor Hans-Hinrich Blunck und Kreisbauamtsleiterin Birgit Kulgemeyer gekommen war. Ziel der "Ämterbereisung" sei es, "die Erwartungen der Bürgermeister" kennen zu lernen. Es sei quasi ein "Schulterschluss der kommunalen Familie", ergänzte Hans Hinrich Neve, Amtsvorsteher und Bürgermeister der Gemeinde Stafstedt.

Zum dritten Mal trafen sich die Vertreter von Kreis, Amt und Gemeinden in Jevenstedt. Zuletzt waren sie im Oktober 2009 zusammengekommen. Das rund zweistündige Gespräch habe sich über so unterschiedliche Themen erstreckt wie Biogasproblematik, Breitbandversorgung, das Entwicklungskonzept Kiel Region und die Metropolregion Hamburg, schilderte Schwemer die Vielfalt der Themen. Das beherrschende Thema? "Biogas", stellte er klar fest.

Ein Dutzend genehmigte Anlagen gebe es in Jevenstedt, sagte Dietmar Böhmke, leitender Verwaltungsbeamter des Amtes. Kritikpunkt der Bürgermeister sei vor allem der damit verbundene Verkehr gewesen. Dabei sei es um die Belastung der Straßen und Wege durch die großen Fahrzeuge gegangen, und damit in Zusammenhang auch um Möglichkeiten einer Geschwindigkeitsbeschränkung, berichtete Neve. Auch die Erhöhung der Schwellenwerte für die Privilegierung habe in dem Gespräch eine Rolle gespielt, ergänzte Böhmke. Man versuche, gemeinsam die Entwicklung in den Griff zu bekommen, betonte Schwemer. Das Gespräch diene auch dazu, "die Möglichkeiten und Grenzen des Bauamts aufzuzeigen." "Das ist auch ein Thema des örtlichen Miteinanders", betonte Blunck, man müsse vor Ort die Landwirte in die Diskussion mit einbeziehen.

Beim Thema Metropolregion Hamburg habe sich die Frage gestellt, "Was bringt das für den Kreis?". Die Beteiligten hätten die Chancen gesehen, aber darauf hingewiesen, dass man auch in den ländlichen Räumen Entwicklungschancen habe, sagte Schwemer. Sein Gesamtfazit des Dialogs: "positiv". "Ein fruchtbares und interessantes Gespräch", befand auch Neve. "Der Austausch zu den Themen macht deutlich, dass es kein Patentrezept gibt", stellte Blunck fest, "aber der Austausch ist ein Stück des Weges."

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