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Kein Umzug : Gottorf verlagert Magazin nun doch nicht nach Rendsburg

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen wird ihr Magazin in Schlewig auf dem Hesterberg unterbringen. Damit ist das ehemalige Bundeswehr-Depot als Standort aus dem Rennen. Vorläufig wird es weiter leer stehen.

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erstellt am 19.Mai.2014 | 11:32 Uhr

Rendsburg wird nun doch nicht neue Heimat des Magazins der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen. Stattdessen verbleibt die Schatzkammer der Gottorfer weiterhin in Schleswig auf dem Hesterberg. Dies gaben die Landesmuseen jetzt bekannt. Wäre das Magazin nach Rendsburg verlagert worden, wäre höchstwahrscheinlich das ehemalige Bundeswehr-Depot an der Kaiserstraße zu neuen Ehren gekommen.

Zur Vorgeschichte: Im Zuge der Debatte um einen neuen Theaterbau in Schleswig mussten sich die Landesmuseen nach einem neuen Magazin-Standort umsehen. Denn das Theater sollte auf dem Hesterberg errichtet werden, in dem bis vor kurzem das nach Molfsee verlagerte Volkskunde-Museum residierte. Da die Landestheater GmbH das gesamte Hesterberg-Gelände nutzen wollte, wäre für die Museumsbestände kein Platz mehr gewesen. Doch zwischenzeitlich hat die Stadt Schleswig ihre Pläne geändert. Die Liegenschaft Hesterberg kommt als Theater-Standort nicht mehr in Betracht. Daher können die Landesmuseen die dortigen Gebäude nun doch weiterhin nutzen. Hier sollen Exponate aus dem Freilichtmuseum Molfsee, dem Jüdischen Museum, dem Eisenkunstgussmuseum und von Schloss Gottorf gelagert werden. Allerdings müssen die Gottorfer die Gebäude sanieren sowie eine neue Magazinhalle bauen – Kosten: sechs Millionen Euro. Genau so viel hätte der Umzug nach Rendsburg gekostet.

Das ehemalige Bundeswehrdepot an der Kaiserstraße hätte optimale Voraussetzungen für ein Magazin geboten, sagte Guido Wendt, kaufmännischer Direktor der Landesmuseen. Mit wenig Aufwand hätte ein gutes Magazin entstehen können. Zudem liege der Standort zentral in der Mitte des Landes. Die Verträge zwischen Stadt, der Stiftung und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), die das Gebäude verwaltet, seien unterschriftsreif gewesen. „Die Entscheidung der Ratsversammlung hat uns kalt erwischt“, so Wendt. Er hätte Rendsburg als Standort bevorzugt. Alle Grundvoraussetzungen für den Umzug seien gegeben gewesen.

Bauamtsleiter Frank Thomsen hätte das Magazin ebenfalls gern in Rendsburg gesehen. „Es ist bedauerlich. Die Gebäude sind schwierig in der Handhabung, aber für die vorgesehene Nutzung wären sie perfekt gewesen.“ So bleiben die Gebäude vorläufig weiter leer.

Dies bedeutet jedoch keine Ausgaben für die Stadt. Die Bima zahlt die laufenden Kosten. Außerdem sucht sie einen neuen Käufer oder Mieter für das Areal. Demnächst werde die Immobilie auf dem freien Markt angeboten, sagte Hermann-Josef Huber, Leiter des Kieler Verkaufsteams. Wegen des so genannten Erstzugriffsrechts sei bisher exklusiv mit dem Land verhandelt worden.

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