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Golfer präsentieren ihre löchrige „Oase der Ruhe“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Norddeutsches Regenwetter konnte den Tag der offenen Tür beim Aukruger Golfclub nicht vermiesen

Dass sich die Veranstalter über jeden Gast freuen, der von einem Virus befallen wird, gibt es wohl nicht oft. Doch so war es jetzt beim Tag der offenen Tür des Mittelholsteinischen Golf-Clubs Aukrug (MHGCA). Der gewünschte Erreger ist aber ungefährlich: Es handelt es sich um den „Golfvirus“ – und dessen Symptome waren für die Experten leicht zu diagnostizieren. „Diesen einen Besucher dahinten, den kriegen wir gar nicht mehr runter von der Driving Range“, vermerkte Golflehrer Ole Gutberlet: „Der übt schon seit einer Stunde Abschläge.“

Heilung sei für derart vom Golfsport Gepackte leider nicht in Sicht. „Der Golfvirus wirkt ein Leben lang“, meinte Gutberlet. Wirksame Hilfe gebe es nur in Golfclubs. Beim MHGCA geht das relativ einfach – und zwar mit der „444er“-Aktion. Dieser Einstiegskursus habe sich, so Gutberlet, in den vergangenen Jahren zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt. Clubpräsident Thietmar Hambach erklärte: „Für 444 Euro können Neulinge in Gruppen unter Anleitung eines Trainers immer mittwochs und sonnabends so lange üben, bis sie die Platzreife erreicht haben. Danach darf man dann bis Jahresende auf unserem großen oder unserem kleinen Platz spielen.“ Fast alle Neumitglieder seien in den vergangenen drei Jahren auf diesem Weg zum MHGCA gekommen, ergänzte Vizepräsident Ole Bünning.

Die Aukruger Golfspieler wissen um die besonderen landschaftlichen Reize ihres Vereinsgeländes, das eine 18-Loch-Anlage und einen 6-Loch-Kurzplatz umfasst. „Das ist Natur pur, eine Oase der Ruhe“, schwärmt Hambach. Dass das Wetter sich ausgerechnet beim „Tag der offenen Tür“ als Mix aus viel Regen und nur ein bisschen Sonnenschein präsentierte, war für die Veranstalter überhaupt kein Beinbruch. „Das ist eben schleswig-holsteinisches Wetter“, sagte Hambach, der bei jedem Wetter Golf spielt, „außer bei Gewitter oder wenn auf dem Platz zu hoch Schnee liegt“. Der Regen beim Aktionstag habe nur die ohnehin nicht allzu beliebten „Schönwetter-Golfer“ verschreckt. „Die, die hergekommen sind, haben ein echtes Interesse am Golfsport“, vermerkte Hambach: „Insofern hat Petrus schon eine Vorauswahl für uns getroffen.“

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