2. Faustball-Bundesliga der Herren : Gnutz ergreift den Strohhalm

In Aktion: Dirk Sager (TSV Gnutz).

In Aktion: Dirk Sager (TSV Gnutz).

In der 2. Faustball-Bundesliga der Herren hat der TSV Gnutz mit 3:0 gewonnen und die Rote Laterne an Wakendorf-Götzberg abgegeben.

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14. Dezember 2017, 11:28 Uhr

Die Faustballer des TSV Gnutz leben noch: Zum Rückrundenstart glückte dem Team um Dirk Sager vor heimischer Kulisse ein wichtiger 3:0-Heimerfolg gegen den TuS Wakendorf-Götzberg und gab die Rote Laterne an den unterlegenen Kontrahenten ab. „Wir haben den letzten Strohhalm ergriffen“, freute sich Lena Mehrens, Teamsprecherin des TSV Gnutz. Im zweiten Spiel des Tages entpuppte sich der SV 90 Fehrbellin beim 1:3 aber als zu hohe Hürde.


TSV Gnutz – TuS Wakendorf-Götzberg 3:0 (11:8, 11:6, 11:5)

Trotz ungewohnter Aufschlagzeit um 11 Uhr zeigten sich die Gnutzer ausgeschlafen. Unterstützt von den Fehlern des Abstiegskontrahenten gewannen die Hausherren schnell die Führung und die nötige Sicherheit. „Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben nichts anbrennen lassen“, sagte Mehrens. Schnell war der erste Satz auf der Habenseite verbucht. „Endlich war mal wieder ein Lächeln auf dem Feld zu erkennen“, freute sich die Gnutzer Teamsprecherin. Im zweiten Durchgang blieben die Gastgeber geduldig, warteten entweder auf Fehler der Gäste oder machten selbst mit einem beherzten Angriff den Punkt. „Häufig kamen uns die Wakendorfer mit eigenen Fehlern aber zuvor“, sagte Mehrens mit einem Augenzwinkern. Der dritte Durchgang bot ein ähnliches Bild. Sichere Gnutzer trafen auf wackelige Wakendorfer, so dass der zweite Saisonsieg verdientermaßen bejubelt werden konnte.

TSV Gnutz – SV 90 Fehrbellin 1:3 (3:11, 12:10, 8:11, 5:11)
Dass gegen Fehrbellin eine Leistungssteigerung her musste, war spätestens nach dem deutlichen 3:0-Erfolg (11:5, 11:8, 11:5) der Brandenburger gegen Wakendorf allen klar. Der Wille war zwar da, doch die hohe Risikobereitschaft speziell im Angriff führte zu vielen Fehlern. Mit 3:11 ging der Auftaktsatz rasant an die Gäste. In der kurzen Pause schworen sich die Gnutzer nochmals ein und zeigten im zweiten Satz besseren Faustball. Die Fehrbelliner, nun ebenfalls unter Druck, spielten nicht mehr so fehlerfrei, standen beim zwischenzeitlichen 10:7 aber dennoch kurz vor einem weiteren Satzgewinn. Aufgeben war jedoch nicht die Sache des Abstiegskandidaten. Und mit fünf Punkten in Serie stand es plötzlich 12:10 und 1:1 nach Sätzen. Doch das sollte es dann aber auch gewesen sein. Die Fehrbelliner besannen sich auf ihre Überlegenheit und nutzen die Gnutzer Schwächen gekonnt aus und ließen in den Sätzen 3 und 4 nichts mehr zu.

Mit 4:16 Punkten bleiben die Gnutzer wegen des schwächeren Satzverhältnisses auf einem Abstiegskampf, sitzen dem punktgleichen Drittletzten VfK 1901 Berlin II aber im Nacken. „Drei Spieltage haben wir noch Zeit, die Abstiegsränge zu verlassen. Einfach wird es nicht, dessen sind wir uns bewusst“, sagt Mehrens. Am 20./21. Januar geht es für die Gnutzer mit einem Doppelspieltag weiter, ehe am 3. Februar vielleicht das entscheidende Duell gegen VfK Berlin II ansteht.

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