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Nortorf : Glasfasernetz zwei Jahre früher fertig

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bis zum Jahr 2020 wollen Stadtwerke alle Haushalte in Nortorf mit High-Tech-Leitungen versorgen – Politik machte Weg für Investitionen frei.

shz.de von
erstellt am 15.Okt.2017 | 14:37 Uhr

Die Stadtwerke Nortorf beeilen sich beim Breitbandausbau: Schon zwei Jahre früher als ursprünglich geplant sollen alle Haushalte in Nortorf ans Glasfasernetz angeschlossen sein. Bis 2020 will man die Arbeiten abschließen.

„Wir versuchen, damit den Bürgerwillen umzusetzen“, sagte Winfried Bentke, Geschäftsführer der Stadtwerke Nortorf. Nachdem die ersten Haushalte in der Kolberger und Elbinger Straße angeschlossen waren, hätten die Kunden darüber geredet. In der letzten Zeit häuften sich nicht nur die Anfragen nach den Anschlüssen, sondern auch die Beschwerden, warum einige Gebiete erst 2022 mit Glasfaser versorgt werden sollten. Darum hatten die Stadtwerke eine interne Arbeitsgruppe gebildet, die Möglichkeiten sammeln sollte, wie der Ausbau schneller zu gestalten ist. Auch bei den Politikern der Stadt habe es den Wunsch gegeben, dass Stadtgebiet zeitnah mit aktueller Technologie zu versorgen, sagte Bürgermeister Horst Krebs. Nicht nur bei Privatleuten, auch bei Unternehmen habe das schnelle Internet einen hohen Stellenwert. „Bei Gewerbegebieten ist es zum Teil ein entscheidender Faktor“, meinte Krebs.

Um den Ausbau schneller umzusetzen, fehlte es allerdings an Personal und den nötigen Finanzen, erläuterte Bentke. Deshalb sei man froh, dass die Stadt hinter seinem Unternehmen stehe. So hatten politische Gremien die Aufstockung des Eigenkapitals der Stadtwerke um 199  999 Euro zugestimmt, damit die Eigenkapitalquote von 30 bis 40 Prozent gehalten werden könne, sagte Krebs. Damit würden verschiedene Investitionen, unter anderem der Ausbau des Bauhofes, unterstützt. Zum anderen werde auf die Gewinnausschüttung verzichtet. Das Stammkapital sei verzinst, was der Stadt rund eine halbe Million Euro pro Jahr nach Steuern in den Haushalt spüle. Diese Gewinne verblieben nun bei den Stadtwerken und könnten investiert werden, sagte Krebs.

Im vergangenen Frühjahr wurde der erste Spatenstich für das Nortorfer Breitband gesetzt. Die Hauptleitung verläuft vom Stadtwerkegebäude in der Innenstadt in südlicher Richtung in die Kolberger und Elbinger Straße. Von dort seien etwas mehr als 70 Prozent mit Glasfaseranschlüssen ausgestattet: von 220 Haushalten in dem Gebiet seien es 150. Wenn sich 60 Prozent der Haushalte in einem Ausbaugebiet für die Stadtwerke entschieden hätten, erfolge der Ausbau, sagte Winfried Bentke.

Eine Gefahr durch Konkurrenz sieht man bei den Stadtwerken nach eigenen Angaben nicht. Ein großer Anbieter baue zwar gerade sein Netz in Nortorf aus, setzte dabei aber auf die Vectoring-Technik, sagte Oliver Neumann von den Stadtwerken. Dabei erhielten die Kunden zwar gute Ergebnisse, wenn sie nahe der zentralen Verteiler wohnten, aber je größer die Entfernung sei, desto schwächer werde das Ergebnis. Die Glasfaser hingegen sei zukunftsfähig.

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