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Breiholz : Glasfaser kommt später als erwartet

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In Breiholz gehen Ende dieses Monats die ersten Breitbandanschlüsse in Betrieb. Ursprünglich sollte das bereits im Frühsommer geschehen.

shz.de von
erstellt am 20.Okt.2017 | 11:03 Uhr

Die Breitbandanschlüsse für die ersten von insgesamt 530 Haushalten in Breiholz sollen Ende Oktober in Betrieb gehen. Dies erklärte Bürgermeister Martin Schmedtje auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung und berief sich dabei auf den zuständigen Projektleiter. Eigentlich hätte der erste Abschnitt bereits im Frühsommer fertig sein sollen. „Dies ist dann aber nicht so erfolgt und wurde auch nicht mit der Gemeinde kommuniziert“, sagte Schmedtje.

Die Verzögerung ist nicht der einzige Punkt, der in Breiholz für Diskussionen sorgt. Aktuell geht es auch darum, wann und zu welchen Konditionen die Außenanlieger die superschnelle Datenleitung erhalten werden. Breiholz gehört dem Zweckverband für die Breitbandversorgung im mittleren Schleswig-Holstein an, der 2010 von den Ämtern Eiderkanal, Fockbek, Hohner Harde, Jevenstedt und Mittelholstein gegründet wurde. Dieser arbeitet mit der Firma GVG Glasfaser („NordischNet“) zusammen. Ende Juli teilte der Zweckverband der Gemeinde mit, dass Außenanlieger, die über 1000 Meter von der Haupttrasse entfernt sind, zunächst nicht angeschlossen werden sollen. Betroffen wären 19 Haushalte im Bereich Kakelberg, Bastenberg, Meckelmoor und Claustal.

Doch das wird in der Gemeinde kritisch gesehen. Vom Zweckverband sei stets die Aussage getroffen worden, dass alle Haushalte angeschlossen werden, die an öffentlichen Wegen liegen. Bürgermeister Schmedtje betonte, dass man sich für dieses Ziel weiterhin einsetzen werde. Vom Projektleiter gebe es die Aussage, dass man bis Ende November einen Lösungsvorschlag für die betroffenen 19 Außenanlieger unterbreiten wolle. Ziel sei die Kostenfreiheit der Anschlüsse.

Auf Anfrage unserer Zeitung machte Schmedtje deutlich, die Verzögerung und die Debatte um die Anschlüsse für die Außenanlieger nicht überbewerten zu wollen. „Grundsätzlich bescheinige ich dem Verband und dem Auftragnehmer unter der Marke NordischNet hervorragende Arbeit.“ Natürlich hake es bei einem Projekt dieser Größenordnung hier und da. So hätte er sich rückblickend eine bessere Kommunikation durch den Verband und die Projektleitung gewünscht. „Aber wo gehobelt wird, fallen Späne.“

Der Zweckverband mit 42 beteiligten Gemeinden im mittleren Schleswig-Holstein sei ein einzigartiger Solidarpakt und das wichtigste Infrastrukturprojekt seit dem Bau der Wasserleitung. Über 60 Millionen Euro werden bis zum Abschluss des Projekts in ein modernes Glasfasernetz investiert.

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