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Landeszeitung

16. Dezember 2017 | 01:15 Uhr

Glanzlicht der Kirchenmusik

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Konzert von Kantorei und Orchester begeisterte Publikum in Nortorfer Kirche / Kantate „Gloria in excelsis Deo“ als besondere Herausforderung

Mit einem grandiosen Konzert stimmten die Kantorei und das Orchester an St. Martin unter der Leitung des Kirchenmusikers Ulrich Hein am Sonnabend die Besucher der Nortorfer St. Martin Kirche auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein. Ergänzt wurde die Aufführung durch die Auftritte von Julia Henning (Sopran), Katja Piewek (Alt), Manuel König (Tenor) und Julian Redlin (Bass) sowie traditionell einigen Mädchen und Jungen des Kirchen-Kinderchors. Und wie bereits in den Vorjahren waren wieder einmal fast sämtliche Plätze in der St. Martin Kirche besetzt.

Auf dem Programm standen dieses Mal die Teile eins, zwei und vier des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach und zusätzlich die Kantate „Gloria in excelsis Deo“. „Schon der vierte Teil des aus insgesamt sechs Teilen bestehenden Oratoriums ist nicht so oft bei Aufführungen zu finden“, verriet der Musiker der Nortorfer St. Martin Kirchengemeinde. Die Kantate dann ebenfalls mit aufzuführen war eine eigene Idee von ihm. „Es war sowohl für mich als auch für den Chor eine besondere Herausforderung, da es nicht zu den einfachen Stücken gehört“, gab Hein zu. Doch wollte er gern dieses Mal etwas anderes machen, und textlich passt „Gloria in excelsis Deo“ (Ehre sei Gott in der Höhe) auch zu dem Weihnachtsoratorium. „Und da ich weiß, dass sowohl Chor als auch Orchester hervorragend sind, haben wir uns gemeinsam an das Stück herangewagt“, betont Hein stolz. Genauso sanft und behutsam wie auch temperamentvoll und dynamisch setzten dann sowohl Chor als auch Orchester die musikalische Erzählung der Weihnachtsgeschichte um. Rein und klar dazu die Arien von Sopran Julia Henning und Alt Katja Piewek, in Harmonie mit Tenor Manuel König und Bass Julian Redlin brillierten alle vier und sorgten für einen gehalt- und klangvollen musikalisch Hochgenuss.

Begeisterung ebenfalls bei dem Publikum. Christiane Aschmann und ihr Sohn Felix gehören bereits seit vielen Jahren zu den regelmäßigen Besuchern der Weihnachtskonzerte. „Für uns gehört das zur Adventszeit dazu“, verriet Felix. Dabei genießen beide jedes Mal neben der Musik auch die weihnachtliche Atmosphäre. „So ein Weihnachtskonzert in einer Kirche hat schon etwas ganz Spezielles“, sind sich die beiden einig. Einen besonderen Bezug zu den Weihnachtskonzerten haben ebenfalls Greta Jöhnk und Katharina Glockner. Die beiden Schwestern haben früher gemeinsam im Kirchenchor gesungen, aber noch unter der Leitung von Heins Vorgänger Günter Bongert. „Manchmal mussten wir uns heute richtig zurückhalten, um nicht einfach mitzusingen“, scherzten die beiden. Auch sie hatten nur lobende Worte für die Aufführung übrig. „Ulrich Hein hat zwar einen anderen Stil, der aber ebenso hervorragend ist“, fügte Katharina Glockner beeindruckt an.

Mehr als zufrieden zeigte sich auch der Kirchenmusiker nach der Aufführung. „Es ist super gelaufen – und das, obwohl es ein relativ langes Konzert war“, konnte er sich freuen. „Chor und Orchester haben eine großartige Leistung dargeboten.“

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