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Giro verliert Rennfahrer an niederländische Konkurrenz

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Skandinavier halten Nortorfer Großveranstaltung aber die Treue / Internationales Flair in der Innenstadt

shz.de von
erstellt am 20.Mär.2016 | 13:18 Uhr

Wie von einem riesigen Hornissenschwarm klang das Surren hunderter Fahrradreifen durch die Luft. Am Sonntag war die Nortorfer Innenstadt wieder einmal fest in der Hand von 750 internationalen Radsportenthusiasten, die sich zur mittlerweile achten Auflage der Giro Nortorf der Radsportgemeinschaft (RSG) „Mittelpunkt“ angemeldet hatten. Gestartet wurde je nach Altersklasse oder Geschlecht in elf Rennen.

Von den Radsport-Kommissären bis hin zu den Streckenposten waren insgesamt wieder 80 Helfer im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten. „Der Aufwand ist ja immer derselbe – egal ob 750 oder 1000 Radsportler mitfahren“, erklärte Bernd Schmidt, der Vorsitzende der „RSG Mittelpunkt“ und einer der Hauptorganisatoren. Daher sei es auch schade, dass es dieses Mal nicht so viele Teilnehmer waren wie in den Vorjahren. „Ich denke mal, das liegt mit daran, dass parallel zu unserer Giro auch eine Radsportveranstaltung in Holland stattfindet“, meint Schmidt. Dadurch seien nur sehr wenige Niederländer nach Nortorf gekommen. Außerdem liege die Veranstaltung schon sehr dicht an Ostern. Daher befinden sich Schmidt zufolge bereits viele Radsportler in den Trainingslagern.

Dafür zeigten aber die dänischen Fahrer umso mehr Präsenz. Und so waren allein beim Hauptrennen über die Hälfte aus dem nördlichen Nachbarland dabei. Zu ihnen gehörte auch der 16-jährige Julius Johannsen (Verein „Børkop Cykler-Carl Ras Roskilde“) der zum ersten Mal an der Nortorfer Veranstaltung teilnahm. Er war mit seiner Familie angereist, die ihn tatkräftig vom Seitenstreifen anfeuerte. Da war sowohl für seinen Landsmann Jacob Olsen (Team „Mascot Workwear“) als auch für Linus Kvist („Motala Junior Team“), der sogar aus Schweden angereist war, eher die Unterstützung des Teams wichtiger. Die beiden waren bereits im vergangenen Jahr dabei und kannten Nortorf daher schon. „Das ist hier alles super organisiert“, bestätigten sie . Sowohl die Rennstrecke als auch der Ablauf seien perfekt. „Und es ist jedes Mal eine harte Konkurrenz dabei“, fügten sie anerkennend an. In einem Punkt waren sich die drei auch gleich einig: „Sicher sind wir nächstes Jahr auch wieder dabei.“

Ebenfalls aus Dänemark war die Familie Blom angereist. Während der 13-jährige Sohn seine Runden drehte, saßen seine beiden Schwestern und seine Mutter neben der Rennstrecke und feuerten ihn an. „Wir sind bereits das dritte Jahr in Folge hier“, verriet die Mutter. Auch sie hatte nur lobende Worte für die gute Organisation. „Jetzt noch besseres Wetter und dann ist es perfekt“, übten die Töchter angesichts der „frischen“ Temperaturen noch etwas Kritik. Doch diese Anmerkungen waren schnell vergessen, als sich ihr Bruder näherte und sie ihn begeistert anfeuern konnten. Giro-Ergebnisse auf Seite 21

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