Giro Nortorf: Ein gelungener Kraftakt - trotz Regenwetter

Strahlender Sieger: Timon Seubert aus Berlin gewann nach spannenden 121 Rennkilometern das Hauptrennen beim ersten 'Giro Nortorf'.
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Strahlender Sieger: Timon Seubert aus Berlin gewann nach spannenden 121 Rennkilometern das Hauptrennen beim ersten "Giro Nortorf".

Mit dem Giro Nortorf Mal veranstaltete die Radsportgemeinschaft Mittelpunkt zum ersten Mal ein Straßenrennen mit internationaler Besetzung. Die Premiere gelang, eine Fortsetzung im kommenden Jahr ist so gut wie sicher.

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30. März 2009, 10:04 Uhr

"Mit tut alles weh." Müde schaute Bernd Schmidt nach einem langen Radsporttag in Nortorf auf die Strecke, auf der bis eben noch rund 900 Radrennfahrer ihre Besten ermittelt hatten. Bereits um vier Uhr morgens war der Vorsitzende der Radsportgemeinschaft (RSG) Mittelpunkt Nortorf an der Rennstrecke, um die organisatorischen Dinge zu klären. Zwölf Stunden später fuhr der letzte Radsportler über den Zielstrich im Nortorfer Stadtteil Thienbüttel.

Der erste Giro Nortorf war ein Kraftakt, wie Schmidt zugab: "Aber wir haben viel Lob von den Teilnehmern bekommen." Und deshalb sei die Premiere durchaus als gelungen zu bewerten. "Natürlich gibt es organisatorisches Verbesserungspotenzial, aber insgesamt war das eine tolle Veranstaltung." Dem pflichtete auch Nortorfs Bürgermeister Dirk Kühl bei: "Nach der Jugend-Trial-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr ist es der Radsportgemeinschaft erneut gelungen, ein bemerkenswertes Sportereignis mit nationalen und internationalen Sportlern in unserer Stadt zu veranstalten. Gut gemacht!"

Mehr als 60 ehrenamtliche Helfer der RSG, Mitglieder der Feuerwehren Nortorf, Brammer und Bargstedt sowie des Deutschen Roten Kreuzes halfen, um den ersten "Giro" über die Bühne zu bringen. Mitarbeiter des Nortorfer Bauhofes hatten außerdem den Start- und Zielbereich gekehrt - angesichts des regnerischen Wetters eine wichtige Maßnahme, rasten die Spitzenfahrer des Klassements doch mit durchschnittlich mehr als 40 Kilometern pro Stunde über das Kopfsteinpflaster der Rendsburger Straße.

Bewährt hat sich nach Ansicht der Einsatzkräfte auch die Vollsperrung des elf Kilometer langen Rundkurses von Nortorf über Bargstedt und Brammer: "Die Autofahrer und Anwohner waren sehr um- und einsichtig", zog Thomas Schröder, Einsatzleiter der Feuerwehr Nortorf, ein positives Fazit.

Überschattet wurden die Rennen jedoch durch einen Unfall zweier dänischer Nachwuchsfahrer. Zwischen Bargstedt und Brammer waren diese am frühen Morgen kollidiert und mussten mit zum Teil schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. "Ansonsten blieb aber alles ruhig", so Schröder.

Sportlich dominierten die Fahrer aus Dänemark die Konkurrenz, auch wenn im Hauptrennen mit Timon Seubert ein Berliner triumphierte. "Das waren heute dänische Festspiele", sagte Berndt Schmidt. Über 350 skandinavische Radsportler waren nach Nortorf gekommen. Teilweise waren diese schon am Vorabend vom Radrennen in Ascheffel angereist, Wohnmobile prägten das Bild an den Straßenrändern. "Die Idee, ein Straßenrennen als Doppelevent mit dem in Ascheffel auszurichten, hat sich bewährt", bilanzierte Schmidt.

Gewünscht hätte er sich indes mehr Zuschauer an der Strecke. "Vielleicht gehen wir beim kommenden Giro dichter ans Stadtzentrum heran", wagte der Organisator einen Blick in die Zukunft.

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