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Reise nach berlin : Gilgenast beim Hertie-Vermarkter: „Zähe Verhandlungen“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Rendsburgs Bürgermeister hat diese Woche einen ersten Gesprächstermin in der Hauptstadt – und erwartet keine schnelle Lösung.

Eine Dienstreise nach Berlin steht in dieser Woche für Bürgermeister Pierre Gilgenast auf dem Programm. In der Hauptstadt wird sich der Verwaltungschef mit Sebastian Mogos-Lindemann vom zentralen Vermarkter der Hertie-Kaufhäuser treffen. Einziges Gesprächsthema mit dem Manager der CR Investment Management GmbH ist der mögliche Kauf der Immobilie am Altstädter Markt. Darin geht es zunächst nur um die Höhe des Preises. Die Entscheidung, ob der Handel tatsächlich zustande kommt, muss noch in den Ausschüssen und letztlich in der Ratsversammlung gefällt werden.

Wie Gilgenast gestern mitteilte, habe es bereits einen ersten telefonischen Austausch mit Sebastian Mogos-Lindemann gegeben. Von einem Ergebnis sei man jedoch noch weit entfernt. „Es werden eher zähe Verhandlungen“, so der Bürgermeister, der alleine nach Berlin reist.

Wie berichtet, gehen die Preisvorstellungen weit auseinander. Die Rede ist von einer Million Euro, die zwischen der Verkäuferseite und den Rendsburger Vorstellungen liegen. Auf der einen Seite ist die Verhandlungsposition der Stadt schlecht, da man bei einem Kauf auf Grundlage des neu geschaffenen Sanierungsgebiets erhebliche Zuschüsse von Bund und Land kassieren würde. Durch diese Vergünstigung ist man gezwungen, sich an den Preis zu halten, der in einem von der Stadt selbst bestellten Wertgutachten genannt wird. Er ist nur etwa halb so hoch wie der vom Vermarkter ausgerufene Tarif.

Auf der anderen Seite hat die Stadt ein stichhaltiges Argument an der Hand: ausstehende Grundsteuern und Mahngebühren. Mittlerweile handelt es sich nach LZ-Informationen um 62 000 Euro, die der lange Zeit abgetauchte Hausherr über die Jahre nicht gezahlt hat. Sollten die jetzt gestarteten Kaufverhandlungen platzen, wäre die Zwangsversteigerung der Kaufhaus-Ruine eine denkbare Konsequenz.

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erstellt am 10.Feb.2014 | 18:31 Uhr

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